Wieder einmal sind wir auf dem Weg nach Pitseng in Lesotho, um die Kinder im Patenschaftsprogramm von Yes we care! e.V. zu besuchen. Unsere Gäste aus Deutschland sind diesmal Monika Witt (Mitglied in unserem Verein und schon zum zweiten Mal in Pitseng) und Rainer Stiller.

 

 

Um ihnen Lesotho etwas näher zu bringen, wählen wir den langen, mühsamen Weg über den berühmten Sani Pass, den Black Mountain Pass, die hohen Berge und durch die Dörfer der Basotho. Die über 3000 Meter hohen Berge sind schneebedeckt und wir haben Spaß bei einer Schneeball-Schlacht am Wegesrand.

 


 
Wie immer ist es wunderschön, die Pitseng High School zu erreichen und von den Schüler/innen und Lehrerinnen fröhlich begrüßt zu werden. Wir erklären den Kindern, dass wir ab 1. Juli 2013 eine Änderung in unserem Programm durchführen und sie von diesem Datum an von Mrs. Mojabeng Tau und nicht mehr durch Me Mampaka von Help Lesotho betreut werden.

 



Wir werden sie in Zukunft mindestens zweimal pro Jahr besuchen, um ihnen die Post ihrer Pateneltern zu überbringen und ihre Briefe an die Paten einzusammeln. Auch bei diesem Besuch bringen wir Briefe und Geschenke der Pat/innen mit, die große Freude auslösen!

 


 
Anschließend wird jedes Kind fotografiert, damit wir den Paten ein neues Foto senden können. Das macht den Kindern großen Spaß!

 


 
Während Peter und ich Mrs. Tau alle Materialien, die sie zur Durchführung des Patenschaftsprogramms benötigt, überreichen und erklären, schauen sich Rainer und Monika die Schule und die Yes we care! e.V.-Projekte an. Als erstes besuchen sie die Schweine, die die Ernährung der Kinder deutlich verbessern:

 


 
Sie sehen die Milchkühe, die momentan keine Milch geben, da sie wieder trächtig sind. Das Kalb Mango gedeiht gut und wächst zu einem prächtigen jungen Bullen heran:

 


 
Trotz des einsetzenden Winters gibt es frisches Gemüse im Schulgarten:

 


 
Die neuen Toiletten sind jetzt in Benutzung, was laut Monika deutlich zu riechen ist. Die Schulleitung erklärt uns, dass dies daran liegt, dass das System erst richtig funktionieren kann, wenn der Auffangbehälter unter den Toiletten eine gewisse Fülle erreicht hat, was noch nicht der Fall ist.

 


Momentan werden zusätzliche Schlafräume von der Schule gebaut, da die Kapazitäten bei Weitem nicht mehr ausreichen. Immer mehr Kinder verlieren ihre Eltern und benötigen Unterbringung an der Schule. Viele Kinder warten auf einen Platz im Schlafraum.

 


 
Monika und Rainer besuchen die Kinder auch in den Klassenräumen, wo sie die von Yes we care! e.V. erstandenen Bücher, die an bedürftige Kinder ausgeliehen werden, in fleißiger Benutzung erleben:

 


 
Jedes einzelne Buch ist nummeriert, damit es nicht verloren geht:

 

Mrs. Makabelo mit einem Schulbuch


Noch viel mehr Bücher werden benötigt, erfahren wir von den Lehrerinnen ...


Wir treffen auch wieder Ms. Mapontso Nchee, die „Life-Skills“-Lehrerin, deren Gehalt für das Schuljahr 2013 von Yes we care! e.V. finanziert wird. Sowohl Ms. Mapontso Nchee als auch Mrs. Mojabeng Tau haben uns jeweils eine kurze Vorstellung ihrer Person und ihrer Arbeit geschickt, die wir ebenfalls unter dieser Rubrik („Aktuelles“) veröffentlicht haben.

 


 
Von Mrs. Makabelo erhalten wir folgende Bilder der Verteilung von Gütern, die wir bei unserem letzten Hilfstransport im März 2013 mitgebracht hatten. (Die folgenden Bilder sind nur kleine Beispiele.)

 


 
Decken für die neuen Schüler/innen in der achten Klasse

 


 
Toiletten-Artikel für Mädchen und Jungen

 


 
Schuhe und Kleidung


In Pitseng selber scheint sich auch einiges zu entwickeln. Wir sehen zum ersten Mal eine Straßenbeleuchtung, die durch Solarenergie betrieben wird. Dies ist auch unser nächstes Ziel für die Pitseng High School: dass wir eine Solar-Anlage für die Überbrückung der sehr häufigen und besonders im Winter spürbar beeinträchtigenden Elektrizitätsausfälle an der Schule installieren können.

 


 
Für dieses Projekt sowie für die Fortführung der aktuellen Projekte brauchen wir weiterhin die großzügige Unterstützung unserer Spender/innen. Ganz besonders suchen wir neue Paten, die den Kindern auf unserer Warteliste den Schulbesuch und ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.


Wir danken allen, die uns bisher geholfen haben, von ganzem Herzen!


Die Patenkinder von Yes we care! e.V.


Südafrika im Juni 2013
Irina André-Lang


Wenn Sie nach Lesen dieses Berichtes Interesse an einer Patenschaft haben sollten, lesen Sie bitte weiter unter Patenschaften.

Geschrieben von Ms Mojabeng Tau
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Zuständig für unser Patenschaftsprogramm vor Ort




Ich heiße Franciska Mojabeng Tau. Ich bin das älteste von zehn Kindern, fünf Jungen und fünf Mädchen. Ich wuchs in einer sehr armen Familie auf. Mein Vater war ein Kleinbauer, der sowohl Viehzucht als auch Pflanzenbau betrieb. Die Erträge waren jedoch immer zu niedrig.

Früher arbeitete mein Vater in den Minen, wo er sein linkes Auge verlor. Nach seinem Unfall war das Leben extrem hart für uns.

Nach meiner Grundschule ging ich zu Pitseng Secondary School, wie sie damals genannt wurde (heute Pitseng High School). Meine Tante, die Nonne war, hat mir das ermöglicht. Ich ging dann nach Roma in Lesotho an das St. Marys Training Institute, wo ich mein Primary Higher Certificate erhielt. Dabei wurde ich von meinem Pfarrer finanziell unterstützt.

Dann begann ich, an einer Grundschule zu unterrichten. Ich habe die ganze Familie ernährt und war in jeder Hinsicht für meine Geschwister verantwortlich.
Während ich als Lehrerin tätig war, machte ich das Cambridge Overseas School Certificate. Dies öffnete für mich die Türen an der Nationalen Universität von Lesotho. Ich erhielt mein Diplom in Bildung und den Bachelor in Schulbildung.

Bis Ende Juli 2013 bin ich noch die stellvertretende Schulleiterin der Pitseng High School und werde dann offiziell in den Ruhestand treten.
Ich habe im ANTI-AIDS-CLUB  an der Pitseng High School seit seiner Gründung in 2002 mitgearbeitet. Ich bin eine der drei Lehrerinnen, die diesen Club gestartet haben.

Momentan bin ich die Sorgeberechtigte für den Sohn meiner Schwester, ein 13 Jahre alter Junge, der jetzt in die achte Klasse (Form A) geht.

Es ist eine Ehre und Freude für mich, Yes we care! e.V. zu helfen!