Kaum sind Peter und ich aus Deutschland wieder nach Südafrika zurückgekehrt, da sind wir schon wieder auf dem Weg nach Lesotho. Es ist Frühling, Zeit des Pflügens und Bepflanzens, doch es wird ein schwieriges Jahr werden, da es nicht genügend regnet:


 
Auch der Schulgarten der Pitseng High School ist trocken und sieht mickrig aus:


 
Wir werden begeistert von der Schulleiterin Sister Alice Mputsoe, der Betreuerin unserer Patenkinder, Ms. Mojabeng Tau, und einer Lehrerin des Anti-Aids-Clubs, Mrs. Mpho, begrüßt. Sie können ihren Augen nicht trauen, als sie sehen, was wir mitgebracht haben:

Fünf riesengroße gebrauchte Kochtöpfe für die Schulküche!


 
Es wird vor lauter Freude gesungen und getanzt und geklatscht!


Anschließend sehen wir den neuen Wassertank, der von der gleichen Schule in Deutschland finanziert wurde:


 
Wir treffen die Patenkinder im Computerraum und verteilen die Briefe und Geschenke ihrer Paten und Patinnen. Wie immer ist die Freude riesengroß und die Briefe werden sofort gelesen:


 
Ein besonderes Geschenk hat uns ein Biker aus Deutschland mitgegeben: eine richtige Biker-Jacke für den Patenjungen.


 Diese Biker-Jacke wurde nicht mehr abgelegt!


Verfrühte Weihnachtsplätzchen haben wir mitgebracht, damit die Patenkinder auch einmal etwas Süßes genießen können:


 
Zum ersten Mal schreiben fünf unserer Patenkinder Abitur: Wir erfahren, dass sie alle darauf hoffen, dass sie anschließend ein Stipendium für ein Studium erhalten können, ansonsten haben sie keine berufliche Zukunft und müssen sich durch Gelegenheitsjobs durchbringen. Sie werden alle versuchen, mit Yes we care! e.V. in Kontakt zu bleiben, damit wir erfahren können, wie ihre Abitur-Ergebnisse, die sie im Febrauar 2014 erwarten, ausgefallen sind und ob sie zu den wenigen Glücklichen gehören werden, die weiter studieren können werden:


 

Diese fünf Grundschüler/innen können dank neuer Paten ab Januar 2014 mit der High School ihre Schulausbildung fortsetzen, vielen herzlichen Dank!!!!


 
Wir sahen „unsere“ Kühe, die alle wieder trächtig sind. Die braune Kuh im Bild heißt HOPE und ist neu. Sie wurde für die Grundschule gestiftet, damit in Zukunft auch die bedürftigen Grundschüler/innen Milch zu trinken bekommen.


 
Wir konnten die umfangreichen Bauarbeiten für die neuen Schlafräume des Internats an der Pitseng High School besichtigen. Sister Alice plant, die Anzahl der Internats-Schülerinnen zu erhöhen sowie Aufenthaltsräume und eine eigene Küche für sie bereitzustellen. Die Internatskosten werden in Zukunft deutlich getrennt von der High School abgerechnet.


 
Beim Abschied zeigte Sister Alice ihre Freude über die neuen Yes we care! e.V.-Kalender 2014 und Peters Lesotho T-Shirt. Mrs. Makabelo, die sehr bald die neue Schulleiter-Stellvertreterin sein wird, konnte aus privaten Gründen diesmal leider während unseres Besuchs nicht anwesend sein.
Ab Januar 2014 werden 47 Patenkinder über Yes we care! e.V. die Pitseng High School besuchen können. Wir suchen aber weitere Paten, da wir Kinder auf einer Warteliste haben, die sonst nicht in die Schule gehen können!


 
Allen unseren Paten und Patinnen ein riesiges Dankeschön!
Wir wünschen schon jetzt ein friedliches und frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2014!

Geschrieben von Help Lesotho (Übersetzung durch Yes we care! e.V.)
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36 YWC Patenkinder besuchten im Juni 2013 ein fünftägiges Ferien-Camp von Help Lesotho. Das Camp hatte das Ziel, den Kindern umfassende Möglichkeiten auf psychosoziale Unterstützung und Training in Lebensfähigkeiten zu bieten, um zu wachsen und sich zu verantwortlichen Persönlichkeiten in ihren Gemeinden zu entwickeln. Es ist aber auch eine Zeit für die Kinder zu reflektieren, zu lernen und Spaß zu haben. Die am Ende der Woche durchgeführte Auswertung ergab, dass die Kinder das Camp als lebensverändernde Erfahrung und sehr hilfreich erlebt haben.

Das Leadership Camp bot den Kindern die Gelegenheit, Themen wie Selbstwertgefühl, Kommunikation und Konfliktmanagement, gesunde Beziehungen mit den Eltern und den Umgang mit HIV / AIDS zu diskutieren. Die Camp-Erfahrung bewirkte positive Veränderungen in den Einstellungen der Kinder zum Leben und in ihrem Verhalten. Als sie über die Gleichstellung der Geschlechter sprachen, haben Jungen und Mädchen freiwillig ihre Rollen und Verantwortlichkeiten wie z.B. den Abwasch geteilt, wofür in der Regel nur die Mädchen eingeteilt werden. Die Jugendlichen erlernten neue Fähigkeiten und Ideen, die es ihnen ermöglichen, stärker zu sein, selbstständig, belastbar und in der Lage zu sein, sinnvolle Beiträge zu ihrem eigenen Leben, in ihren Familien sowie in ihren Gemeinden zu leisten. Die Themen halfen ihnen herauszufinden, wer sie sind, was ihre Werte und Ziele sind, und sie reflektierten darüber, ob und wie sie diese Ziele erreichen. Sie lernten, wie wichtig die Selbstachtung und ein guter Charakter in allen Lebenslagen ist, ohne einem Gruppenzwang zu erliegen. Sie haben ein starkes Gefühl dafür entwickelt, dass ihre eigenen Entscheidungen Konsequenzen haben, die ihr Leben entweder positiv oder negativ beeinflussen werden. Alle schätzten das Lernen bzgl. Qualitäten von gesunden Beziehungen mit Freund/innen, Eltern und Erziehungsberechtigten und wie sie diese Beziehungen erhalten können, ohne ihre eigenen Werte und Moral zu kompromittieren.
HIV / AIDS, eine große Herausforderung für Jugendliche in Lesotho, wurde diskutiert, um Mythen von Fakten unterscheiden zu können. Im Camp lernten sie, was HIV / AIDS ist, wie HIV übertragen wird und in AIDS fortschreitet, und wie eine HIV-positive Person ein positives Leben leben kann, einschließlich der Bedeutung von HIV-Tests. Help Lesotho‘s Partner, Population Services International (PSI), hat beim Unterrichten dieser Thematik HIV/Aids geholfen. Die Jugendlichen wurden ermutigt, ihren HIV-Status zu kennen, damit sie fundierte Entscheidungen über ihr Leben treffen können. Die Teilnehmer deuteten an, dass sie Angst vor einem HIV-Test haben, weil sie „HIV-positiv“ als Todesurteil betrachten. Nachdem sie über gesundes Leben mit HIV und das Verständnis der Bedeutung eines HIV-Tests unterrichtet waren, war die Mehrheit mutig genug, sich freiwillig auf HIV / AIDS testen zu lassen. PSI stellte Beratung und Tests für alle 36 Jugendlichen bereit, die am Camp teilnahmen. Alle 20, die sich testen ließen, waren HIV-negativ.


Am Abend versammelten sich die Schüler/innen und zeigten ihre Talente in einer erstaunlichen „Talent Show“. Die Jegendlichen rezitierten interessante Gedichte, tanzten zu ihren Lieblings-Songs, spielten Theater mit faszinierenden Dramen, während andere erstaunliche Kreativität beim Singen ihrer neuen Songs zeigten.
Ein weiterer sehr wichtiger und entscheidender Teil des Camps war die Zeit der „Fragen und Antworten“. Den Jugendlichen wurde die Möglichkeit gegeben, anonym Fragen zu stellen und in eine Fragenbox zu legen. Die meisten Fragen zentrierten sich um die Themen Sexualität, Schwierigkeiten im Studium und soziale Probleme in den Familien und mit anderen Jugendlichen. Help Lesotho Mitarbeiter halfen der Gruppe bei der Beantwortung dieser Fragen.
Am Ende des Camps erhielten die Schüler/innen Teilnahme-Bescheinigungen. Zwei von ihnen drückten ihren Dank im Namen der Gruppe aus: "Wir möchten uns sehr herzlich bei Help Lesotho bedanken, für diese Gelegenheit zu lernen und uns selber kennenzu lernen. Hier im Camp wurden wir alle herzlich aufgenommen, gut ausgebildet und gut ernährt. Bei den sportlichen Aktivitäten haben wir gut gespielt und unsere Trainer haben uns Basketball beigebracht, das war sehr spannend. Vielen Dank an Help Lesotho, die Mitarbeiter und unsere Pat/innen für die Organisation dieses Camps. Vielen Dank für alles, was sie für uns getan haben, und im Namen der Yes we care! e.V. gesponserten Schüler/innen: Ihr habt uns unterstützt und uns zu einem besseren Weg zum Erfolg geführt. Wir haben viel von Euch gelernt - Gott segne Euch."