Richtlinien für das Patenschaftsprogramm

Um es Yes we care! e.V. zu ermöglichen, möglichst geringe Verwaltungskosten beizubehalten, bitten wir Sie, den folgenden Richtlinien zu folgen, um sicherzustellen, dass die Kinder den größtmöglichen Nutzen durch Ihre großzügigen Spenden erhalten. Die folgenden Erklärungen und Vereinfachungen werden jedem Kind und jeder/m Sponsor/in mitgeteilt:

Erklärung für Paten/Sponsoren:

1. Kommunikation:
Wir ermutigen Paten, Briefe an ihr gesponsertes Kind zu schreiben. Dieser persönliche Kontakt
bedeutet ungeheuer viel für das gesponserte Kind, das in vielen Fällen die wichtigsten
Bezugspersonen – seine Eltern – verloren hat. Dies ist selbstverständlich Ihre Entscheidung. Bitte,
senden Sie Ihre Briefe in englischer Sprache möglichst via E-Mail an unsere E-Mail-Adresse:

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Referenz: Name des Patenkindes

Themen können z.B. sein: das Wetter, Fakten über Deutschland, Beschreibung der eigenen Familie,
Lieblings-Beschäftigungen, -Essen, -Sport, -Fotos, Fragen über das Leben des Kindes in Lesotho und
Worte der Ermutigung. Es müssen keine langen, ausführlichen Abhandlungen sein, auch eine bunte
Postkarte mit einem lieben Satz: „Wir denken an Dich!“ oder ein kurzer Gruß mit einem Foto reichen
völlig aus.

Falls Sie Hilfe mit der Übersetzung ihrer Briefe benötigen und Sie niemanden in Ihrem Bekanntenkreis haben, der Ihnen dabei behilflich sein kann, lassen Sie es uns bitte wissen. Wir übersetzen Ihre Post in Englisch und überbringen die ausgedruckten Briefe während unseres nächsten Besuchs in Pitseng persönlich an Ihr Patenkind. Bei dieser Gelegenheit sammeln wir auch die Briefe der Patenkinder ein, die in einglischer Sprache geschrieben sind, und senden sie eingescannt als E-Mail wieder an Sie, die Pat/innen.

Da wir nur zwei- bis viermal jährlich Pitseng besuchen, bitten wir um Geduld und Verständnis für längere Wartezeiten und langsame Kommunikation. Im besten Interesse der Kinder fördert und überwacht  Yes we care! e.V. die Kommunikation zwischen Paten und Kindern, für ihren beiderseitgen Schutz.

2. Geschenke und Spezial-Wünsche: Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis, dass es wegen der Personalknappheit, der großen Anzahl der gesponserten Kinder und den Herausforderungen durch Transport- und Kommunikationsschwierigkeiten bei der Arbeit in sehr entlegenen Gebieten nicht möglich ist, Spezial-Wünsche für diese Kinder zu erfüllen.


Die Großzügigkeit der Paten wird natürlich dennoch sehr geschätzt und wir überbringen gerne Weihnachts-, Geburtstags- oder andere Geschenke, die sie – bitte jedoch nur nach vorheriger Absprache! - an folgende Adresse richten:


Irina Andre-Lang
P.O. Box 12028
Seapark 4241
Südafrika


Senden Sie ihrem Patenkind bitte auf keinen Fall Geld!



3. Besuche: Paten/Patinnen können ihr Patenkind nach Absprache mit Yes we care! e.V. in Lesotho besuchen. Wir beraten Sie in diesem Fall gerne über die Durchführung eines solchen Besuches.

Erklärung für gesponserte Kinder:

Die Einschränkungen dieses Programms beabsichtigen, die gesponserten Kinder zum Erfolg zu
motivieren, Abhängigkeit zu reduzieren und ein produktives Verhalten sowie gesunde
Entscheidungen zu fördern.

1. Schwangerschaft: Als Antwort auf Ersuchen der Gemeindevorsteher/innen und in der besten
Absicht, hohe Standards für Verhalten und persönliche Verantwortung zu setzen, wird jedes
Mädchen, das schwanger wird, und jeder Junge, der ein Mädchen schwängert, aus dem Programm
ausgeschlossen und erhält keine weitere Förderung.

 

2. „Circumcision-School“: Jungen,  die eine „circumcision-school“ besuchen, werden ebenfalls aus dem Programm ausgeschlossen. Diese Initiation in das Erwachensein/Mann-Sein bedeutet lange Abwesenheit vom Unterricht. Die Jungen werden in einer abegelegenen Hütte monatelang durch erfahrene ältere Männer in die Rechte und Pflichten eines erwachsenen Mosotho eingeführt und in dieser Zeir auch beschnitten. Wenn sie von dieser „Schule“ zurückkommen, findet ein großes Fest im Ort statt, wo sie als Männer in der Gemeinschaft begrüßt werden. Sie verändern dramatisch ihr Verhalten gegenüber Mitschüler/innen und Lehrer/innen , lassen sich nichts mehr sagen und beginnen sexuelle Beziehungen mit den Mitschülerinen.

 

3. Hochzeit: Für Schüler/innen, die heiraten, gilt ähnliches wie vorher beschrieben. Frischverheiratete Mädchen verpassen 6 Monate Unterricht, da sie nach der Heirat für diese Zeit in der Wohnstätte der Familie des Ehemannes leben müssen.

4. Misserfolg: Lesotho hat eine sehr hohe Misserfolgsrate durch die vielen schulischen und persönlichen Herausforderungen. Nach unseren inzwischen langjährigen Erfahrungen führt die Finanzierung eines zusätzlichen Schuljahres nach Examens-Misserfolgen grundsätzlich nicht zum Erfolg. Deshalb finanziert Yes we care! e.V. nur in Ausnahmefällen (z. B. wenn eine Elternteil während der Examenszeit stirbt) ein weiteres Schuljahr.

5. Kommunikation: Gesponserte Kinder werden angehalten, mehrmals im Jahr an ihre Paten zu
schreiben.

 

Falls Sie sich vorstellen können, ein Kind in Pitseng zu sponsern, aber noch zusätzliche Fragen haben und diese gerne vorher klären würden, zögern Sie bitte nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen:

Am einfachsten per E-Mail:

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Im Namen aller betroffenen Kinder in Pitseng danken wir Ihnen
für Ihr Interesse und Ihr Engagement!