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Die Patenkinder im Yes we care! e.V.-Patenschaftsprogramm freuen sich an den Briefen ihrer PatInnen.

 

Die Patenkinder im Patenschaftsprogramm von Yes we care! e.V. freuen sich über die Briefe ihrer PatInnen


Besuch der Patenkinder von Yes we care! e.V.

und Planung eines zweiten Jungeninternats

in Pitseng, Lesotho, am 08. und 09.11.2017


Geschrieben von Irina André-Lang.


Sofort nach unserer Rückkehr aus Deutschland machen wir uns von Südafrika nach Lesotho auf den Weg. Wie immer machen wir am grenznah gelegen Ort Clarens Station, um zu übernachten, bevor wir früh am nächsten Morgen nach Lesotho einreisen. Und dort erhalten wir via E-Mail die wunderbare Nachricht: Sternstunden e.V. teilt uns mit, dass der Förderantrag, den Yes we care! e.V. für einen Zuschuss zum Bau eines zweiten Jungeninternats gestellt hatte, genehmigt wurde! Wir freuen uns unbeschreiblich: Jetzt können wir auf einer ganz anderen Basis die Verhandlungen der nächsten Tage führen! Überglücklich fahren wir am 8. November 2017 nach Lesotho hinein.


Die Jahrhundert-Dürre scheint schlimmer als je zuvor, es hat kaum geregnet… .... und alles ist staubig und trocken!

 

Unsere Freude wird dann sehr gedämpft, als wir den Zustand der Felder in Lesotho sehen: Die Jahrhundert-Dürre scheint schlimmer als je zuvor, es hat kaum geregnet und alles ist staubig und trocken!

 Die Menschen pflügen dennoch ihre Felder in der Hoffnung auf Regen!

 Die Menschen pflügen dennoch ihre Felder in der Hoffnung auf Regen!


 

Überall können wir den Transport von Wasser beobachten:
in Südafrika per Auto und in Lesotho per Ochsenkarren


In Pitseng angekommen, erspähen wir schon von der Straße aus das Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat, das ja erst im Februar 2017 eingeweiht wurde:

 

 

Dort treffen wir als Erstes die Bauunternehmer Alex and Mr. Thabo Sebele der Firma Tsiamo Constructions sowie den Solarexperten Anadola Tsiu der Firma Precise Technical Solutions aus Maseru, um den Bau des zweiten Jungeninternats zu besprechen. Auch Sr. Helena ist anwesend als Vertreterin der Sisters of Charity, denen der Baugrund gehört, sowie Mrs. Makabelo als Schulleiterin der Pitseng High School und Betreuerin der Yes we care! e.V.-Patenkinder, und Herr Thabiso Paku, Betreuer der Jungen im Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat.


 

Mr. Tsiu, Alex, Peter, Mr. Thabo Sebele, Mrs. Makabelo, Sr. Helena
und Mr. Thabiso Paku am Baugrund für das zweite Jungeninternat


Das zweite Jungeninternat soll genau parallel zu dem ersten gebaut und beide Gebäude mit einem gemeinsamen Zaun umzäunt werden. Die Baufirma ist in der Lage, noch im November 2017 mit dem Bau zu beginnen!


Die Solarprojekte am ersten Jungeninternat lassen leider - entgegen den Versicherungen von Mr. Tsiu – noch einiges zu wünschen übrig:


 

 Die Solarpumpe wurde an einem Brunnen installiert, der nicht genügend Wasser hat, und trotz einer teuren Solar-PV-Anlage muss durch zusätzlich angeschaffte Nothilfen für ausreichend Strom gesorgt werden, sodass die Jungen noch bis zum Schlafengehen lesen und lernen können.


Mr. Tsiu wird diese Projekte schnell korrigieren müssen, um den Auftrag für das zweite Jungeninternat von Yes we care! e.V. zu bekommen!


Mr. Paku führt uns im Jungeninternat herum und erzählt uns, wie glücklich die Jungen in ihrem Internat sind, das wie wirklich als ihr zu Hause ansehen:

 

 

Die Schlafzimmer sind geräumig und werden gut sauber gehalten.

 

 

Das Wohnzimmer ist das Zentrum des Internats und wird von allen Jungen in unserem Patenschaftsprogramm – auch denen, die nicht im Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat wohnen – genutzt.


Mr. Thabiso Paku mit den 48 Jungen,                     Diese Jungen warten alle auf das neue Internat! 

die im Bischof-Manfred-Müller-Internat wohnen.


Es besteht dringend Bedarf für ein zweites Jungeninternat, die Unterbringung aller anderen Jungen ist menschenunwürdig und ermöglicht kaum Chancen auf akademischen Erfolg!


 

 Die heruntergekommenen Häuser liegen zwischen Kuh- und Schweineställen


 

 Humor der Jungen: „Vereinigte Staaten der Ställe“!                            Vorbereitung auf die Abiturprüfung am nächsten Tag!


Mr. Paku, der von Yes we care! e.V. dafür bezahlt wird, dass er die Jungen im Bischof-Manfred-Müller-Internat betreut, ist Lehrer und bezieht alle Patenjungen in seine Nachhilfestunden mit ein, auch diejenigen, die leider noch auf einen Platz im geplanten zweiten Jungeninternat warten müssen.

 

 

 

Anschließend treffen wir uns mit der Schulleitung der Pitseng High School: Da Sister Alice im März 2017 die Schulleitung aus Krankheitsgründen abgeben musste, haben Mrs. Makabelo Tenane und Mrs. Mpho Makhalanyane, die ja gleichzeitig Betreuerinnen  unseres Patenschaftsprogramms sind und die wir liebevoll M&M nennen, diese Funktion übertragen bekommen. Sister Helena, die evtl. in Zukunft Schulleiterin werden soll, ist ebenfalls anwesend.

In diesem Treffen werden die Finanzen diskutiert und beschlossen. Im Schuljahr 2018 werden die Schulgebühren sowie die Gebühren für das Mädcheninternat erhöht. Auch die Examensgebühren, die von der Regierung in Lesotho festgelegt werden, sind 2018 höher als zuvor.

Die Folgen der Dürre für unsere Farmtier-Projekte an der PHS bedeuteten, dass fast alle Farmtiere geschlachtet werden mussten. Mit finanzieller Unterstützung von Yes we care! e.V. wurden Ende März 2017 450 Hühner neu angeschafft, momentan gibt es für die 663 SchülerInnen zweimal wöchentlich ein Ei beim Mittagessen. Da die Dürre weiter anhält, konnten bisher nicht wie geplant neue Schweine und Milchkühe gekauft werden. Dies wird erst möglich sein, wenn nach dem Ende der Dürre deren Versorgung gesichert sein wird.

 

 Nur ein paar wenige Schweinchen haben die Dürre überlebt!


Beim anschließenden kurzen Rundgang über das Schulgelände können wir die Folgen der schweren Dürre im Schulgarten beobachten:

Es wurde nichts angepflanzt, da es zu trocken ist, und der Kohl muss gekauft und zur Schule gefahren werden.


Am 9. November 2017 treffen wir dann 164 Patenkinder von Yes we care! e.V.:

Es ist immer wieder überwältigend, so viele Kinder auf einmal zu sehen, die alle zur „Yes we care!-Familie“ gehören. Sie sehen es auch selber so und sind stolz und froh, dabei sein zu dürfen. Mrs. Makabelo erzählt uns, dass bedürftige Kinder an der Pitseng High School oft deprimiert und krank seien, aber sobald sie sich durch eine Patenschaft bei Yes we care! e.V. sicher aufgehoben fühlen, werden sie selbstbewusster und sind gesund! Die Patenkinder können es kaum fassen, als wir ihnen von unserem Bauvorhaben für das zweite Jungeninternat berichten und freuen sich riesig – ganz besonders natürlich die Jungen, die bisher noch im alten Schul-„Internat“ untergebracht sind! Einer der Jungen hat auf Bestellung eigenhändig eine Trommel für die Bischof-Manfred-Müller-Schule in Regensburg hergestellt.

 

 

127 Patenkinder werden 2017 von PatInnen unterstützt, 26 davon in der Abitur-Klasse. 44 sind momentan auf unserer Warteliste. Die Gruppe wird jedes Jahr größer und wir suchen dringend weiter neue PatInnen.


 Ein Teil der GrundschülerInnen (mit ihrer Lehrerin), die neu auf die Warteliste

des YWC-Patenschaftsprogramms aufgenommen wurden.


Auch dieses Jahr gibt es wieder Weihnachts-Süßigkeiten, die extra von PatInnen gespendet wurden; sowie viele bunte Armbänder, die erneut von einer jungen mongoloiden Frau aus Österreich mit großer Liebe und viel Arbeit angefertigt wurden und große Freude auslösen! Vielen Dank an alle SpenderInnen!

 

 

Die 26 AbiturientInnen sind mit fast allen Prüfungen fertig und werden sich in wenigen Tagen endgültig von uns und der Pitseng High School (PHS) verabschieden. Wir werden sie vermissen und ihren Werdegang so gut wie möglich weiterverfolgen!

 

 Die 26 Yes we care! e.V.-AbiturientInnen des Schuljahres 2017 mit M&M


Auch dieses Jahr wurden alle Patenkinder, die über Augenprobleme klagten, entweder mit Augentropfen und Sonnenbrillen behandelt und/oder zur Untersuchung in die Hauptstadt Maseru transportiert. 11 von ihnen erhielten 2017 richtige Brillen.

 

 Alle 17 SchülerInnen im YWC-Patenschaftsprogramm mit Brillen


Nach unserer Rückkehr nach Südafrika erhalten wir den Vertrag von Sternstunden e.V., der uns nun auch „schwarz auf weiß“ einen großen Zuschuss zum Bau des zweiten Jungeninternats sichert. Wir freuen uns riesig und sind sehr dankbar!


Wir bedanken uns bei allen PatInnen für ihre Hilfe für bedürftige Kinder in Pitseng, Lesotho, und hoffen auf neue PatInnen für die vielen Kinder auf unserer Warteliste.


Einen guten Ausklang des Jahres 2017 und die besten Wünsche für das neue Jahr 2018!

 

Peter, Makabelo, Schüler und Mpho mit der selbstgebastelten Trommel für die

Bischof-Manfred-Müller-Schule in Regensburg

Geschrieben von Irina André-Lang
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Hände hoch für HIV-Vermeidung



Einführung

Insgesamt 121 YWC-Patenkinder aus der Pitseng High School besuchten Ende Juni / Anfang Juli 2017 ein Help Lesotho Leadership Camp. Für 55 dieser Schüler war dies ihre erste Erfahrung im Camp. Die restlichen 66 Studenten waren Wiederholungs-Camper, die in der Lage waren, ein tieferes Verständnis der Informationen zu gewinnen, die sie in vorigen Camps gelernt hatten.


Weil die Anzahl der Patenkinder so hoch war, musste Help Lesotho sie in zwei Gruppen aufteilen, um alle unterzubringen. Die Camps wurden direkt nach Schulschluss vor der Winterpause nacheinander gehalten.


Die beiden Camps waren ein großer Erfolg. Die Teilnehmer arbeiteten hart und spielten äußerst engagiert. Sie klärten ungesunde Mythen auf und arbeiteten zusammen an Strategien, ihre Familien, Schulen und Gemeinschaften zu sichereren Orten machen.


 

 

Thema: HIV / AIDS

Das 2017 Camp Thema wurde von der UN International AIDS Day Thema inspiriert, „Hände hoch für HIV-Vermeidung“. Menschen auf der ganzen Welt heben ihre Hände hoch in Solidarität für Einzelpersonen und Organisationen, die Schritte zur Senkung der HIV-Übertragungsrate ergreifen.


Lesotho hat die weltweit zweitgrößte Rate von HIV / AIDS in der Welt. Eine solche hohe Prävalenz ist nicht neu für das Land, das seit den frühen 1990er-Jahren stark von der AIDS-Pandemie betroffen ist, und doch ist die Mehrheit der Bevölkerung in Lesotho immer noch schockierend schlecht über die Krankheit und was sie tun können, um eine Übertragung zu verhindern, informiert. Gute Informationen über HIV / AIDS gibt es nicht immer in den Schulen, weil das Thema nicht in den veralteten Curricula enthalten ist. Viele Eltern sind Opfer der Pandemie geworden und verstorben. Jetzt sind es Großmütter, die selber niemals in die Schule gegangen sind, von denen Kinder und Jugendliche zu diesem Thema informiert werden. Angesichts der intimen Diskussion, die erforderlich ist, um Menschen über HIV / AIDS zu bilden (in Afrika wird HIV fast ausschließlich durch sexuellen Kontakt übertragen), sind viele zu schüchtern, um auf Informationen zuzugreifen, die ihr Leben retten könnten.


Help Lesotho hat sich dazu verpflichtet, genaue, lokal relevante Informationen über HIV / AIDS durch alle seine Programme zu verbreiten. Programm-Moderatoren sind darin geschult, intimes Verhalten in offenen und integrativen Diskussionen zu adressieren. Alle SchülerInnen, die an den 2017 YWC Leadership Camps teilnahmen, wurden mit einer Vielzahl von Themen konfrontiert, die alle mit HIV / AIDS in irgendeiner Weise verbunden waren.


 

Bildung ist eine Schlüsselstrategie zur Prävention von HIV-Übertragung. Menschen, die HIV-negativ sind, müssen wissen, wie man negativ bleibt, und Menschen, die HIV-positiv sind, müssen lernen, wie man positiv leben kann. Lernen über HIV / AIDS bedeutet nicht nur das Verständnis, wie das Virus funktioniert. Es ist wichtig, die sozialen, kulturellen und verhaltensbezogenen Bedingungen zu erkennen, die es dem HIV ermöglichen, zu gedeihen. In Lesotho gibt es zwei kritische Komponenten, die mit der Ausbreitung von HIV verflochten sind:


1. Geschlechter-Ungleichheit: Bis Mädchen und Frauenrechte wahrgenommen und respektiert werden, werden ungesunde Beziehungen und ungute Kräfteverhältnisse, die durch patriarchalische kulturelle Praktiken fortbestehen, die Auswirkungen aller anderen HIV-Reduktions-Interventionen minimieren.


2. Armut: Kinder und Jugendliche, die ohne ein stabiles Stützungssystem aufgewachsen sind und keinen Zugang zu grundlegenden Ressourcen haben, sind besonders anfällig für eine Ansteckung mit HIV durch risikoreiche Situationen, die von Armut angetrieben werden. Besonders Mädchen haben häufig Beziehungen mit älteren Männern oder befinden sich in Situationen, in denen jemand mit Autorität in der Lage ist, sie zu sexueller Aktivität zu manipulieren.

 

Camp-Aktivitäten

 

 

Die SchülerInnen nahmen an interaktiven Diskussionen und Trainingsaktivitäten teil:

• Zielsetzungsstrategien

• Entscheidungsfähigkeit

• Kommunikationsfähigkeit

• Einführung über HIV / AIDS

• HIV Risikoverhalten

• HIV und ich

• HIV-Übertragung

• Diskussionen über Sex

• Einführung in STIs (sexuell übertragbare Erkrankungen)

• Zustimmung zu Sex

• Geschlechterrollen und Erwartungen

• Sexuelle Ausbeutung, Vergewaltigung und geschlechtsspezifische Gewalt

 

Denkwürdige Momente

1. Fragen und Antworten: In den Camps wurden die Teilnehmer ermutigt, anonyme Fragen aufzuschreiben und einzureichen. Sie konnten zu den Informationen Fragen stellen, die sie im Camp kennengelernt haben, oder über irgendwelche Probleme, denen sie zu Hause oder in ihrem Schulleben gegenüberstehen. Jeden Tag versammelten sich alle TeilnehmerInnen mit ModeratorInnen, um Antworten auf alle Fragen zu bekommen, die an diesem Tag gestellt wurden. Die Mehrheit der Fragen hatte mit Sexualität zu tun, was darauf hindeutet, dass die SchülerInnen nicht genügend Informationen von ihren Lehrern und Erziehungsberechtigten erhalten. Die Frage- & Antwort-Box im Camp gab diesen Schülern eine sichere Plattform, um Fragen zu stellen und wichtige Informationen zu erhalten, die ihnen helfen, gesunde sexuelle Entscheidungen zu treffen.


2. GIRL4ce Performance: Help Lesotho hat ein neues Programm namens 'GIRL4ce' (Mädchen-Power) ins Leben gerufen, bei dem junge Erwachsene durch inspirierende Dramen, Lieder und Reden bei anderen Bewusstsein für frühe, kindliche und erzwungene Heirat sowie geschlechtsspezifische Gewalt wecken. Das Programm "Edu-Tainment" (Mischung aus Bildung und Unterhaltung) wird durch den König und die Königin von Lesotho unterstützt. GIRL4ce führte bei beiden YWC Leadership Camps zu viel Applaus und Interesse bei allen TeilnehmerInnen.


 

 

Als Teil der Erfahrung schrieben sie "Commitment Cards" (Karten mit ihren Entscheidungen), um zu beschreiben, was sie tun werden, um geschlechtsspezifische Gewalt in ihren Gemeinschaften zu verhindern.


 

 

3. Sexuelle Zustimmung: Eine der fruchtbarsten Diskussionen hatte mit Zustimmung zu Sex zu tun. Zu Beginn hatten die TeilnehmerInnen eine große Variationsbreite für das, was eine Zustimmung bedeuten kann. Am Ende erkannten die TeilnehmerInnen, dass es nur eine Form von sexueller Zustimmung gibt. Es spielt keine Rolle, ob die Person älter ist oder ein Freund / eine Freundin, jemand mit Autorität oder eine Person, mit der/dem Sex bereits in der Vergangenheit stattgefunden hat - aktive Zustimmung ist für jede sexuelle Interaktion erforderlich. Die Vermittler waren sehr zufrieden, dass die TeilnehmerInnen ein viel tieferes Verständnis bzgl. sexueller Zustimmung bekamen. Hoffentlich werden sich die Teilnehmer in den kommenden Jahren an diese Diskussion erinnern.


 

 

Effekte des Camps

Die Teilnahme am Leadership Camp ist eine besondere Gelegenheit für jedes Patenkind. Sie verbringen fünf Tage damit, sich auf ihr persönliches Wohl zu konzentrieren - ein Luxus, den die meisten von ihnen noch nie hatten. Sie haben die Möglichkeit, Informationen aufzunehmen, die sofort auf ihr Leben anwendbar sind. Sie fangen an, sich ihr Leben in der Zukunft vorzustellen und Fähigkeiten und Strategien aufzubauen, um diese Zukunft so erfolgreich wie möglich zu gestalten.


 

 

 

 

 

 

Kommentare der TeilnehmerInnen

• „Das YWC Camp ist sehr gut!“

• „Das Camp war schön, weil ich jetzt eine Menge Dinge weiß, die ich vorher nicht wusste.“

• „Es war sehr interessant, auch wenn wir immer spät ins Bett gegangen sind.“

·  „Ich mochte das Camp, weil ich die ganze Zeit lächelnde Gesichter sah, was zeigt, dass wir geliebt werden.“

·  „Das Camp ist sehr gut. Die ModeratorInnen sind zugänglich und freundlich.“

• „Ich habe viele Dinge gelernt, von denen ich nichts gewusst habe, wie sexuelle Zustimmung.“

• „Ich kann nur sagen, ich danke YWC wirklich, denn wenn ich nicht unter dieser Gruppe gewesen wäre, hätte ich diese wichtigen Informationen nicht bekommen.“

• „Bevor ich hierherkam, wusste ich nicht, wie ich meine Gefühle ausdrücken kann, aber ich weiß jetzt viel. Ich war hoffnungslos für meine Zukunft, jetzt bin ich ein Licht im Land.“

• „Ich habe es genossen. Es machte Spaß und wir haben viel gelernt.“


 

 

• „Es ist sehr wichtig, im Camp zu sein, weil ich viel Wissen gewonnen habe.“

• „Ich habe gelernt, dass Krankheiten wie STIs (sexuell übertragbare Erkrankungen) sehr gefährlich sind.“

·  „Die Betreuer von Help Lesotho Angestellten stellten sicher, dass wir uns willkommen fühlten. In den Schlafzimmern war es gemütlich und das Essen war sehr gut.“


 

 

• „Das Camp hat mein Leben verändert.“

• „Es war in der Tat sehr angenehm und motivierend, es half mir, emotional und körperlich zu wachsen.“

• „Das Camp ist sinnvoll für mich, weil ich in jeder Trainingseinheit mehr Wissen sammle.“

·  „Ich mochte die Tatsache, dass es keine Trennung zwischen Mann und Frau gab, also habe ich gelernt, dass jeder etwas tun kann.“

• „Das Camp hat mich von der Dunkelheit zum Licht geführt, wie das Leben vor sich geht.“

• „Es war interessant und ich schätze die Art und Weise, wie die Moderatoren mit uns reden und ich sage ihnen, dass sie so bleiben sollen.“

·  „Ich war glücklich seit dem Tag, an dem ich im Camp ankam.“


 

 

 

• „Das Camp ist sehr hilfreich für uns junge Leute, weil es uns hilft und uns in eine bessere Zukunft führt, es hat uns weitere Informationen gegeben, die wir nicht kannten.“

• „Ich habe viel gelernt und schätze es wirklich.“

• „Die Vermittler waren sehr nett und voller Fröhlichkeit.“

• „Das war das fruchtbarste Camp, das ich je hatte.“

• „Ich habe viele Informationen über Dinge gewonnen, die ich nicht wusste, was mich in eine gute Zukunft führt.“

• „Es war großartig für uns, denn es gibt viele Herausforderungen, denen wir Jugendliche gegenüberstehen, die in unserem Leben nicht behandelt werden.“

• „Nur durch dieses Camp habe ich gelernt, was ich jetzt weiß.“

• „Es war gut; ich habe viel gewonnen und mein Leben verändert. Essen, Unterkunft und Übermittlung waren perfekt.“

• „Ich bin glücklich, gelernt und genossen zu haben.“

• „Ich habe gelernt, dass die sexuelle Zustimmung sehr wichtig ist und Vergewaltigung gemeldet werden soll.“

• „Danke Yes we care! e.V. CAMP und Help Lesotho!”

• „Das Yes we care! e.V. Camp erhellte meine Zukunft.“

 

 

Ergebnisse

Aussagen

vorher

nach dem Camp

„Ich weiß, dass HIV während der ersten sexuellen Begegnung einer Person übertragen werden kann.“

59%

88%

„Ich spiele eine Rolle bei der Verhütung von Gewalt gegen Frauen.“

64%

93%

“Ich weiß, wo ich hingehen soll, um in meiner Gemeinde Hilfe zu bekommen.“

85%

97%

„Ich behandle Jungen und Mädchen mit der gleichen Achtung.“

74%

89%

„Ich habe ein geringes Selbstwertgefühl.“

42%

77%

 

Fazit

Die beiden Yes we care! e.V. Camps in 2017 waren ein großer Erfolg. Die ModeratorInnen berichteten, dass sich die TeilnehmerInnen gut benommen und es geschafft haben, viel Spaß zu haben, ohne in Schwierigkeiten zu geraten!


Eine einzigartige Komplikation des diesjährigen Camps trat auf, als mehrere Patenkinder wegen des starken Schneefalles, der die Bergstraße schloss, nicht in der Lage waren, nach Thaba Tseka in ihre Häuser zurückzukehren. Glücklicherweise konnten alle diese Patenkinder bei Verwandten für eine zusätzliche Nacht bleiben, bevor sie die Heimreise am nächsten Tag schafften!


Das übergeordnete Ziel des Camps 2017 war es, die SchülerInnen zu befähigen und zu begeistern, Maßnahmen gegen die HIV-Übertragung zu ergreifen. Angesichts der Tatsache, dass 100% von ihnen berichteten, dass sie das, was sie mit anderen nach den Camps gelernt haben, teilen würden, wurde dieses Ziel erfüllt. Nicht nur, dass die Camps 121 Gymnasiasten mit Wissen über HIV / AIDS und andere Lebenskompetenzen befähigten, sondern auch Hunderte von MitschülerInnen und Familienmitgliedern profitieren von diesen Informationen.


 

 

Help Lesotho schätzt diese Partnerschaft mit Yes we care! e.V.! Es ist wunderbar, die Gelegenheit zu haben, das Leadership Camp Programm mit diesen Pitseng High School SchülerInnnen zu teilen, in der Hoffnung, dass sie jetzt ausgestattet sind, um gesündere Entscheidungen zu treffen und eine bessere Zukunft für sich selbst, ihre Familien und ihre Gemeinschaften zu schaffen.


Help Lesotho dankt für das Senden von 121 YWC Studenten zum Leadership Camp!


Yes we care! e.V. dankt allen PatInnen für ihre Unterstützung, die diese Camps erst möglich gemacht haben!

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10. Hilfstransport von Yes we care! e.V. an die Pitseng High School in Lesotho am 08.03.2017

 

So schnell können 10 Jahre vergehen: Um frierenden und hungrigen SchülerInnen zu helfen, hatte im Juni 2008 alles mit einer spontanen Hilfsaktion begonnen:


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Juni 2008: mit einem gemieteten Riesenanhänger auf dem Weg ins Unbekannte…



Und nun kommt Yes we care! e.V. am 8. März 2017 bereits zum zehnten Mal mit einem Hilfstransport nach Pitseng! Inzwischen ist alles lange nicht mehr so aufregend: Die Formalitäten an der Grenze treiben zwar immer noch den Blutdruck hoch, aber die Ankunft und anschließende Verteilung der Hilfsgüter ist wohl organisiert und Routine.


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Die Freude ist bei allen gleich, ob bei GrundschülerInnen oder bei High School-SchülerInnen.


Wie jedes Jahr werden wir mit großem Hallo begeistert begrüßt und mit wunderbaren Gesängen des Chors und einem Gedicht verwöhnt. Dann geht es aber gleich an das Wichtigste: Die Süßigkeiten und frischen Äpfel finden schnell reißenden Absatz!


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Hunderte von Päckchen mit Schulkleidung werden an SchülerInnen der Pitseng High School und der Pontmain Primary School verteilt.


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Und weil wir so viele wunderschöne Kuscheltiere aus Deutschland geschenkt bekommen hatten und mitbringen konnten, bekommen diesmal nicht nur die GrundschülerInnen ein Kuscheltier, sondern auch alle Kinder an der High School dürfen sich eines aussuchen. Und das tun sie, selbst die großen Jungen greifen sich eins und drücken es voller Freude unverhohlen an sich.

 

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Am nächsten Tag finden wir viele dieser Kuscheltiere liebevoll platziert und zum Teil mit Namen versehen in den Betten des Internats, bei Mädchen und Jungen!

 

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Viel Ruhe und Platz für unsere Besprechungen                                    Sr. Helena, Mrs. Makabelo, Mpho, Mr. Paku und ich
im Studierzimmer des neuen Jungeninternats                                     vor dem Jungeninternat


Nachmittags finden dann die ersten Treffen mit der Schulleitung statt, in der die vielen Aspekte unserer Zusammenarbeit ausführlich besprochen werden. Für diese Treffen sitzen wir gemütlich und ungestört im Studierzimmer des neuen Jungeninternats.


Die wichtigste Neuigkeit ist, dass Sister Alice, die Ende 2014 bei einem schweren Autounfall fast ums Leben gekommen wäre, endlich von ihrem Dienst als Schulleiterin befreit werden konnte. Für die nächsten zwei Jahre wird Mrs. Makabelo Tenane, die ja auch Betreuerin unserer Patenkinder ist, die Schulleitung übernehmen. Sie wird dabei von Mpho Makhalanyane unterstützt, sowie Sister Helena, die langfristig als zukünftige Schulleiterin vorgesehen ist.


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Auf dem anschließenden Weg zu unserem Guest House fahren wir an glücklichen Mädchen vorbei, die ihre neuen, mit viel Liebe handgestrickten Pullover tragen.


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Am 9. März 2017 treffen wir alle 121 Patenkinder von YWC. Es ist über die letzten Jahre so eine große Gruppe geworden, dass es schwierig ist, alle Kinder auf ein Foto zu bekommen!

 

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In der Bibliothek der Pitseng High School werden alle erneut mit leckeren Äpfeln versorgt, für viele von ihnen das einzige Obst im Jahr!


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Mrs. Makabelo und Mpho können stolz auf sich und ihre Schützlinge sein.


Ich halte eine Rede, in der ich die Kinder begrüße, die neu im Patenschafts-Programm sind: Bei Schuljahresbeginn im Januar 2017 sind 47 neue SchülerInnen dazu gekommen! Und ich preise unsere Betreuerinnen, die sich wirklich mit größter Hingabe um alle Patenkinder kümmern.


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  Claudia Niedermeier mit ihrem Patenkind             Charlotte Forster mit dem Patenkind einer Freundin


Nach der Verteilung von Briefen und Geschenken werden die obligatorischen Fotos von allen Patenkindern gemacht und einige unserer Gäste aus Deutschland können ihre Patenkinder persönlich kennenlernen.


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 Viel Spaß beim Fotoshooting mit den Gästen:
Annabelle Forster, Ann-Sophie, Claudia Niedermeier, Herbert Hackl

 

 

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Im Patenschafts-Programm: 54 Jungen              und                         67 Mädchen

 

Nachdem alle Patenkinder wieder zum Unterricht zurückgekehrt sind, machen wir mit allen deutschen Gästen einen Rundgang durch das Schulgelände.

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Charlotte Forster freut sich, dass Mango, der große Bulle links im Bild, die Dürre überlebt hat!


Charlotte Forster, wegen ihrer vielen Aktionen zur Unterstützung der bedürftigen Kinder in Pitseng Ehrenmitglied von Yes we care! e.V., hatte vor Jahren durch einen Mango-Verkauf in Lindau bei der Anschaffung der ersten Milchkühe zur Verbesserung der Ernährung der Kinder an der Pitseng High School mitgeholfen. Sie konnte 2012 das erste kleine Kälbchen benennen und traut jetzt ihren Augen kaum, als sie den wunderschönen Bullen Mango wiedertrifft. Von 17 Rindern haben leider nur 5 die schreckliche Dürre von 2016 überlebt.


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Den 58 YWC-Schweinen ging es nicht besser, die meisten mussten wegen Nahrungsmangels geschlachtet werden. Aber heute können wir neue kleine Ferkelchen bestaunen.

Von den 600 Hühnern, die YWC angeschafft hatte, damit die SchülerInnen mehrmals wöchentlich Eier bekommen, hat keines überlebt. Dank vieler großzügiger Spenden können jetzt aber neue Farmtiere, Hühner, Milchkühe und trächtige Sauen, angeschafft werden!

 

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Kohl im Schulgarten


Die Folgen der Dürre werden zwar noch einige Jahre zu spüren sein, aber dank des guten Regens wächst es wieder im Schulgarten: Der Mais steht hoch und Kohl muss nicht mehr weit weg gekauft und angeschafft werden.


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 Aus Bremerhaven gespendete Apfelbaum-Plantage


Wir können auch die neue Apfelbaum-Plantage, die von der „Lesotho Gruppe der St. Petri Kirchengemeinde in Langen“ bei Bremerhaven gespendet wurde, besuchen. Es wird noch ein paar Jahre dauern, aber dann wird es viele verschiedene Apfelsorten für die Kinder zu essen geben! Mrs. Makabelo bittet YWC, noch mehr Bäume zu spenden!

 

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Nachdem wir das schöne Mädchen-Internat besucht haben, trifft uns der Schock, als wir das alte Jungen-Internat der Pitseng High School besichtigen. Es verdeutlicht immer wieder, wie wichtig der Bau des Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternats war! Leider sind 6 unserer Patenjungen immer noch hier untergebracht, da es im neuen Jungeninternat nicht mehr genügend Platz gibt.


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 Diese sechs Patenjungen passen leider nicht mehr in das neue Jungeninternat!


 

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Am Nachmittag bauen wir zusammen mit dem Betreuer der Jungen, Mr. Paku, im Bischof-Manfred-Müller-Internat die mitgebrachten Tischfußballspiele und eine Power Gym (Fitnessgeräte) auf.


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Für dieses „70.000-Teile-Puzzle“ ist gute Zusammenarbeit zwischen Herbert Hackl,
den Jungen und Mr. Paku gefragt



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Auch ein Keyboard wurde gespendet und löst unglaubliche Freude aus!




39Jungen packen die mitgebrachten Bücher und Zeitschriften in die Regale.

 



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Drinnen und draußen: lauter überglückliche Jungen!


Die Freude der Jungen ist unbeschreiblich: Der Geräuschpegel im Jungenhaus überschreitet das Schmerzniveau! In einer Ecke wird laut auf dem Keyboard gespielt und dazu gesungen, an zwei Tischfußballtischen wird begeistert gekickert (nicht einmal die Schultaschen haben die Jungen abgesetzt), in der Mitte des Raumes wird an der Power Gym gebastelt und draußen wird mit den neuen Bällen gespielt. Ich sitze mitten im Chaos und genieße einfach diese ausgelassene Stimmung! Als es dunkel wird, müssen wir leider zu unserer Unterbringung fahren.


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Wunderbare Abendstimmung

 

 

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                    Riesen-Sonnenblume                         Zwei junge Frauen zeigen stolz ihr Hochbeet


Bei einem Spaziergang durch London (ein Ortsteil von Pitseng!) am nächsten Morgen freue ich mich am Grün: Alles wächst und die Menschen werden wieder ernten können! Ich werde von freundlichen Menschen in ihre Gehöfte eingeladen und kann ihre Hochbeete bewundern (keyhole gardens, übrigens eines der Projekte von unserer Partner-Organisation „Help Lesotho“), die auch in Dürrezeiten gute Erträge erzielen. 

 

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Dabei treffe ich auf einen außergewöhnlich ordentlich und sauber gekleideten Hütejungen, der sich eine Weile in gutem Englisch mit mir unterhält. Es stellt sich heraus, dass es sein größter Wunsch ist, sein Abitur machen zu können, nachdem er aus finanzieller Not heraus in der zehnten Klasse die Schule verlassen musste. Er lebt mit seinem Vater in einer ärmlichen Hütte, die aber blitzsauber gehalten ist und einen gut angelegten Garten hat. Ich bitte ihn, sich an der Pitseng High School einzuschreiben und verspreche ihm (und seiner Schwester, die andernfalls auch nicht in die Sekundar-Schule gehen kann) eine YWC-Patenschaft. Er ist völlig überwältigt und freut sich riesig.


 

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Am letzten Abend schauen alle deutschen Gäste zusammen mit den Jungen im neuen Internat gemeinsam den „Detterbeck-Film“ (https://youtu.be/8LmTMcWhTXc), den Konrektor Andreas Detterbeck zusammen mit SchülerInnen der Bischof-Manfred-Müller-Schule in Regensburg von ihrer Reise nach Pitseng zur Einweihung des Jungeninternats im Februar 2017 gemacht hat. Die Jungen sind begeistert!

So entschließen wir uns, auch noch den wunderbaren Film „The Forgotten Kingdom“ (https://www.youtube.com/watch?v=9Qa71pVKSUA) anzusehen. Er handelt von einem jungen Mann aus Lesotho und berührt viele Erfahrungen, die die Jungen im Internat teilen. Es ist sehr bewegend, diesen Film zusammen mit ihnen anzuschauen. Schweren Herzens verabschieden wir uns von ihnen.


 

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Von links nach rechts: Charlotte Forster, Claudia Niedermeier, Thabiso Phusumane,
Irina André-Lang, Annabelle Forster, Maria Winkoff-Busch, Ann-Sophie



Bei unserem letzten Abendessen bekommen wir unerwartet Besuch: Thabiso Phusumane, einer unserer ersten Patenjungen, der inzwischen dank eines guten Abiturs und eines Stipendiums an der Nationalen Universität Lesothos in Maseru Computerwissenschaften studiert. Er ist extra von der Hauptstadt Maseru nach Pitseng gekommen, um unseren YWC-Patenkindern eine Woche lang kostenlos Nachhilfe-Unterricht zu geben und um uns zu treffen. Wir sind sehr stolz auf ihn und dankbar für seine Unterstützung!


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Wir bedanken uns bei allen, die Yes we care! e.V.  helfen, das schwere Leben von bedürftigen jungen Menschen in Lesotho zu verbessern, indem ihnen eine Chance auf Schulbildung gegeben wird. Kea leboha, vielen Dank!

 

 


Siebte Mitgliederversammlung des Vereins Yes we care! e.V.

am 09.07.2017

 

Ein Teil der Mitglieder von Yes we care! e.V.:

Von links: Besucher Oliver mit Hündin Ayla, Ulrich und Elke Karpinski, Helga Ahlbach, Ulrich Schneider-Wedding und Gabriele Wedding, Ulrike Völkmann, Rolf Bürgers, Monika Witt, Peter Lang und Irina André-Lang


Am Sonntag, den 09.07.17, fand in Regensburg unsere siebte Mitgliederversammlung statt. Von derzeit 23 ordentlichen Mitgliedern konnten 10 anwesend sein.


Die Entwicklung vieler Projekte an der Pitseng High School und Pontmain Primary School, die sich der Verein Yes we care! e.V. in der letzten Mitgliederversammlung vorgenommen hatte, wurden besprochen:


Am 8. März 2017 wurde der 10. Hilfstransport nach Pitseng mit 6 deutschen Gästen durchgeführt, unter anderem unserem Ehrenmitglied Charlotte Forster und ihrer Tochter Annabelle sowie einer Patin. Das System für die Einführung unserer Hilfsgüter hat sich erneut geändert – verbessert – und so konnten wir zum Glück relativ problemlos und sehr schnell die Grenze passieren und nach Lesotho einreisen. Wie immer wurden Tonnen von (Schul-)Kleidung, Schreibwaren, Toiletten-Artikel, Schulranzen, Medikamente, Decken, Süßigkeiten und Obst mitgebracht.


 

 

Das Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat (BMMBBF) ist unglaublich schnell fertig geworden und die Jungen in unserem Patenschafts-Programm, die vorher unter menschenunwürdigsten Bedingungen lebten, konnten nach den großen Winterferien im August 2016 einziehen. Es ist inzwischen fast vollständig finanziert. Das Haus ist völlig unabhängig und „grün“, da Elektrizität und heißes Wasser durch Solarenergie zur Verfügung gestellt werden. Da es immer wieder zu wenig Strom in den Nachtstunden gab, wurden zusätzliche Batterien angeschafft und installiert. Leider gibt es weiterhin nicht ausreichend Strom, besonders an bewölkten Tagen. Es soll nun ein spezielles Gerät automatisch alle Stromfresser (wie z.B. den Kühlschrank und das Eisfach von Herrn Paku) an diesen Tagen abschalten.


                                Solarpanele für Strom und heißes Wasser                             Zusätzliche Batterien


Die Wasserversorgung soll durch eine Verbindung zum Brunnen der PHS sichergestellt werden und mit einer Solarpumpe soll das Wasser zum Jungeninternat und den Farmtieren gepumpt werden. Außerdem gibt es drei große Wasserbehälter, die das Regenwasser vom Dach des Baus auffangen. Für Wärme sorgt ein wunderbarer Kaminofen, der von der Schiller Realschule in Göppingen freundlicherweise für das Internat gespendet worden war und der nach Entfernung aller Verpackungsmaterialien im Inneren jetzt auch tadellos funktioniert!

 

 


Ein Zaun wurde zur Sicherheit des Hauses angefertigt und um das Haus herum gepflastert. Leider hat die Firma, die uns von der PHS empfohlen worden war, sehr schlechte Arbeit geleistet, sodass die Materialien bald erneuert werden müssen.


                                          Zaun und Pflasterung: ohne Fundamente und mit „zweifelhafter Drainage“

 

Es gibt Wäscheleinen und -Klammern im Garten.


 

 

Der Betreuer der Jungen, Mr. Thabiso Paku, wird von YWC dafür bezahlt, dass er sich um die Sicherheit der Jungen und des Internats kümmert. Er sorgt für Ordnung und hilft den Jungen bei ihren Schulaufgaben.


 

Mr. Thabiso Paku

 

Zur Unterhaltung der Jungen gibt es einen großen Fernseher mit DVD-Player, DSTV, zwei Tischfußball-Spiele, eine Power Gym (Fitnessgerät), jede Menge Spiele und zum Lesen ein Regal voller Bücher.


 

 

 

 

2 Schilder wurden in Südafrika angefertigt und am BMMBBF angebracht.


 

 

Die Kapazität des BMMBBF war für 40 Jungen angelegt, seit Januar 2017 leben aber bereits 48 Jungen dort – dafür wurde pro Schlafzimmer ein extra Doppelbett und zwei Spinde mehr angeschafft.

 

 

Trotzdem müssen momentan 6 Jungen aus unserem Patenschafts-Programm in den alten, menschenunwürdigen Behausungen der PHS unterkommen, da die Anzahl der SchülerInnen im Programm so rasant zugenommen hat.


 Die glücklichen 48 Jungen, die Raum im Internat gefunden haben. 6 Jungen warten noch auf eine menschenwürdige Unterbringung.

 

Wir wollen das Jungeninternat nicht überbelegen. Ein zweites Jungeninternat ist daher aus unserer Sicht dringend nötig, zumal sich die schulische Leistung der Jungen unmittelbar sehr verbessert hat, seit sie unter menschenwürdigen Bedingungen leben und lernen können! Die Sisters of Charity haben uns am 30. Mai 2017 die offizielle Erlaubnis erteilt, ein zweites Jungenhaus neben das existierende zu bauen.

 

Am 18. Februar 2017 fand die feierliche Einweihung des BMMBBF statt. Es war ein denkwürdiges Fest mit 16 deutschen Gästen (außer uns), davon 12 alleine von der Bischof-Manfred-Müller-Schule aus Regensburg, nach der das Internatsgebäude benannt wurde.

 

Schulleitung der PHS und Gäste bei der Eröffnungsfeier des BMMBFF

 

Chief Khethisa Tau und einige ehemalige Patenkinder waren extra gekommen. Wir trafen auch zum ersten Mal einige Angehörige unserer Patenkinder.

 

        Schulleiter Konrad Wacker aus Regensburg im                      Ein buntes Bild bot sich bei allen Beteiligten.

      Gespräch mit Lehrer Tau und Chief Khethisa Tau.

 

Das Fest, zu dem Menschen aus der gesamten Region erschienen, wurde wesentlich teurer als zuvor veranschlagt, aber es war wichtig, dieses gelungene Projekt richtig zu feiern!


         Wunderbare Begrüßung bei unserer Ankunft                 Ehemalige Patenkinder danken Yes we care! eV.

 

Die PHS hatte ein unglaubliches Programm zusammengestellt und die SchülerInnen boten professionelle Unterhaltung mit traditionellen Tänzen und Gesängen.

 

 

Die Gäste waren zutiefst beeindruckt und verließen Lesotho voller Motivation, weiterhin zur Verbesserung der Bedingungen der bedürftigen Kinder beizutragen!

 

Das Yes we care! e.V. – Patenschaftsprogramm (CSP) ist unser wichtigstes Programm und entwickelt sich sehr positiv. Jedes Jahr können neue PatInnen gewonnen und entsprechend immer mehr Kindern eine Schulausbildung ermöglicht werden! Ende Mai 2017 befanden sich 121 Kinder im Programm, davon nur 5 auf unserer Warteliste.


 

 Mrs. Makabelo Tenane und Mpho Makhalanyane, die wir liebevoll M&M nennen, sind jeden Tag für die Patenkinder an der Schule leicht erreichbar, sie sehen und kennen sie außerdem vom Anti-Aids-Club, in dem alle unsere Patenkinder Mitglied sind. Nachdem Sr. Alice seit März 2017 aus Krankheitsgründen nicht mehr Schulleiterin der PHS ist, hat Makabelo diese Funktion für die nächsten zwei Jahre übertragen bekommen, Mpho ist ihre Stellvertreterin. Sr. Helena steht ihnen bei ihren vielen Aufgaben für die PHS und das YWC-Programm mit Rat und Tat zur Seite.

 

    Sr. Helena, Makabelo & Mpho, Mr. Paku, Irina                                           Sister Alice Mputsoe


Im letzten Jahr mussten nur drei unserer Patenkinder aus unterschiedlichen Gründen das Programm verlassen. Diese niedrige Ausfallquote ist ein ungeheurer Erfolg bei der großen Anzahl von SchülerInnen in unserem Programm!


PHS hatte in den letzten Jahren immer über dem Landesdurchschnitt gelegene Ergebnisse in den Realschul- und Abitur-Prüfungen, außer im Jahr 2014 nach dem Unfall von Sr. Alice. Die Schulleitung unternimmt große Anstrengungen, Examens-KandidatInnen aus den zehnten und zwölften Klassen Hilfestellung zu geben: In den Winterferien wird ihnen einen Monat lang Extra-Unterricht zur Vorbereitung auf ihr Examen geboten. Von den sechs Schülern und Schülerinnen der PHS, die 2016 im JC-Examen eine Bewertung von 1st Class an der PHS erhielten, waren fünf YWC-Patenkinder, zwei Mädchen und drei Jungen! Wir können zu Recht stolz auf unsere Patenkinder sein!


            YWC Patenkinder der 10. Klasse 2016                            YWC Patenkinder der 10. Klasse 2017

 

Viele ehemalige Patenkinder haben inzwischen mit einer tertiären Ausbildung/Studium beginnen können in folgenden Studiengängen: Betriebswirtschaftslehre, Pädagogik, Computerwissenschaften, Krankenpflege, Theologie, Jura und Bauingenieurwesen. Manche machen Ausbildungen bei der Polizei, als Schreiner oder Klempner. Bis auf einen halten alle ehemaligen Patenkinder Kontakt mit M&M und viele auch mit ihren PatInnen und Irina und Peter. Einige unserer Ehemaligen kommen auf eigene Kosten zurück an die PHS und helfen den Patenkindern durch Nachhilfe, die sich jetzt im Programm befinden, und motivieren sie, das Beste aus ihrer Chance zu machen!


 Drei ehemalige Patenkinder, die heute alle an der Universität in Maseru, Lesotho, studieren können, vor dem Jungeninternat mit Frau Mojabeng Tau, ehemalige Betreuerin der Patenkinder, Irina André-Lang und Sr. Alice.

 

Vom 23. bis 28. Juni 2016 besuchten 91 Patenkinder von Yes we care! e.V. wie jedes Jahr das von Help Lesotho durchgeführte Leadership-Feriencamp in Leribe. Das zentrale Thema dieses Jahr war sexuelle Gewalt, ein Thema, das die Mehrheit der Bevölkerung von Lesotho betrifft. Der Slogan des Camps war: "Geh voran: Erkenne, vermeide und melde sexuelle Gewalt!" [Auch im Jahr 2017 wurde das Camp für die 121 Kinder im Patenschafts-Programm bereits durchgeführt, wobei es wegen der großen Anzahl diesmal in zwei Gruppen aufgeteilt wurde (Bericht folgt)].

 

 

Es gibt mehrere Patenkinder, die als HIV-positiv bekannt sind und regelmäßig ihre lebensnotwendigen antiretroviralen Medikamente erhalten. Auch Tuberkulose spielt eine Rolle: Eines unserer Patenkinder lag lange unbehandelt in einem großen Schlafsaal im Mädcheninternat und stellte dadurch eine Bedrohung anderer Mädchen dar.

 

Auch 2016 erhielten alle 13 Patenkinder, die eine Brille benötigten, diese kostenlos durch die Firma Spec Savers in Südafrika, der wir dankbar sind für diese große Hilfe. Am 30. Mai 2017 wurden weitere 14 Patenkinder, die von Augenproblemen betroffenen sind, kostenlos in Maseru beim Optiker untersucht, die anschließende Anfertigung der Brillen ist uns zugesagt worden. Yes we care! e.V. finanziert die Transporte der Patenkinder in die Hauptstadt Maseru und zurück.

 

Patenkinder mit ihren Brillen

 

Wir besuchten alle Patenkinder zweimal in Pitseng: im November 2016 und im März 2017. Auch PatInnen besuchten erneut ihre Patenkinder, z.T. auch mit Hilfe unserer Vermittlung, aber ohne unsere Anwesenheit. Der Briefkontakt bleibt leider mühsam, da wir nur zweimal im Jahr Briefe überbringen und austauschen können. Es ist und bleibt ein unvergessliches Erlebnis, die Patenkinder zu treffen! Sie freuen sich immer so sehr!


Besuch der Patenkinder im November 2016 vor dem neuen Jungeninternat

 

Die Anschaffung der Farmtiere war ein erfolgreiches Projekt, das aber 2016 unter der Jahrhundert-Dürre im südlichen Afrika sehr gelitten hatte: Nur eine Milchkuh, eine weitere junge Kuh sowie der inzwischen ausgewachsene Bulle Mango und zwei Kälbchen (eines männlich und eines weiblich) haben die Dürre überlebt.


 

 

Nachdem Hope verstorben war, hat YWC 2016 die Pontmain Primary School (PPS) erfolgreich mit 8.000,00 Maloti für Winterfutter unterstützt, um ihre beiden Kälber am Leben zu erhalten. Eine junge Kuh ist jetzt alt genug, selber Kälber zu bekommen. Da aber die PPS nicht in der Lage ist, diese Tiere zu unterhalten, werden sie jetzt an die PHS übergeben.


Die wenigen noch verbliebenen Schweine sehen wieder besser aus, sie haben z.T. kleine Ferkelchen. Das bedeutet, dass es nur sehr wenig Eiweiß für Hunderte von SchülerInnen zu Essen gibt. Im März 2017 hat YWC deshalb PHS mit 85.500,00 M bei der Neuanschaffung von Farmtieren unterstützt.


 

 

450 neue Hühner sind im Mai 2017 geliefert worden und haben begonnen, ihre Eier zu legen. Neue Milchkühe und Schweine werden folgen.

 

PHS bat YWC um 40 zusätzliche Apfelbäume, nachdem eine Apfelplantage mit 60 Apfelbäumen von der Kommunalen Klimapartnerschaft zwischen dem Leribe-Distrikt, Lesotho, und der Stadt Geestland, Deutschland, finanziert und im August 2016 trotz Dürre erfolgreich angepflanzt worden war. Es fand sich sofort eine Spenderin für diese Bäume, die hoffentlich im Frühling 2017 (also in Deutschland im Herbst 2017) angepflanzt werden können.

 

 

Mpho und Makabelo zeigen uns die Apfelplantage

 

Der von einem deutschen Gymnasium gespendete 5000-Liter-Wassertank ist in täglicher Nutzung für die Farmtiere. Er ist umso wichtiger, da die PHS weiter unter akutem Wassermangel leidet. Die Regierung Lesothos hatte zwar einen riesigen Wasserbehälter auf einer Höhe in der Nähe der Schule angebracht, die PHS wurde allerdings aus uns noch nicht bekannten Gründen von diesem Tank abgetrennt. Die PHS bittet YWC darum, die Farmtier-Anlage an die Wasserversorgung des Jungeninternats anzuschließen.

 

     Der Wassertank im Bereich der Farmtieranlage                            Der abgekoppelte Wasserbehälter

 

Die Schuluniformen für bedürftige SchülerInnen an der PHS für 2016 waren im Mai 2016 bezahlt worden. Es stellte sich jetzt heraus, dass in 2016 gar keine Uniformen hergestellt und an SchülerInnen verteilt wurden! Es werden widersprüchliche Informationen an YWC gegeben bzgl. der Nicht-Verteilung dieser Uniformen. Die PHS wollte einen weiteren Betrag für Uniformen 2017, den YWC aber – wenn überhaupt – erst nach genauer Abrechnung des hohen Betrags von 2016 bezahlen wird. Die Patenkinder im YWC-Patenschafts-Programm sind dennoch inzwischen alle mit ihren Schuluniformen für 2017 versorgt worden.

 

Am 15.02.2016 hatte ja zum ersten Mal ein Mädchen-Tag an der Pitseng High School stattgefunden, der von Yes we care! e.V. initiiert, organisiert und bezahlt worden war. Alle bedürftigen Mädchen beider Schulen (PHS und PPS) erhielten jeweils ein Set (insgesamt 200 Sets) waschbarer Monatsbinden, was sicherstellt, dass sie für die nächsten fünf Jahre keine Binden mehr kaufen müssen, dass kein riesiger Plastikabfallberg an den Schulen entsteht und dass die Mädchen in Würde am Schulunterricht und Alltagsleben teilnehmen können! Im März 2017 hat YWC erneut 80 Sets für neue SchülerInnen an beiden Schulen mitgebracht.

 

                    Ein Set waschbarer Monatsbinden                                    Die Schülerinnen freuen sich sehr!

 

Am 11. Mai 2017 verstarb völlig unerwartet Sandra Millar, Geschäftsführerin von Dignity Dreams, der Organisation, von der wir diese waschbaren Monatsbinden beziehen. Wir sind sehr traurig und hoffen, dass sich unsere Zusammenarbeit mit Dignity Dreams unverändert positiv gestalten wird.

 

 

Sandra Millar im Februar 2016 bei ihrem Besuch der Pitseng High School.

 

Hunderte von Wäscheklammern und -leinen zum Trocknen der Wäsche im Mädchen-Internat, die wir im März 2014 mitgebracht hatten, werden fleißig genutzt. Es stellte sich jedoch heraus, dass ein spezieller Bereich blickdicht abgegrenzt werden sollte, in dem die Mädchen ihre gewaschenen Monatsbinden aufhängen können. Momentan schämen sie sich, dies zu tun und verstecken die feuchten Binden teilweise in ihren Zimmern, wo sie natürlich nicht richtig trocknen können! YWC könnte hier mit der Anschaffung eines blickdichten Tuches Abhilfe schaffen.


Wäscheleinen am Mädcheninternat

 

Das Toiletten-Biogas-System ist in voller Nutzung. Beim Hilfstransport im März 2017 konnten wir zum ersten Mal Mädchen-Toiletten besichtigen, die richtig sauber und geruchlos waren. Leider sind aber alle Toilettensitze zerbrochen, was auch darauf zurückzuführen ist, dass die Mädchen sich auf die Sitze stellen … Die Schulleitung hat YWC jetzt um neue Toilettensitze gebeten.


 

 

Ms. Mapontso Nchee arbeitete bis Dezember 2016 an der Pitseng High School als „Life-Skills“-Lehrerin. Da PHS keine finanziellen Ressourcen für Ms. Nchees Gehalt hatte, finanzierte YWC das Gehalt für Ms. Nchee für 2013 bis Ende Oktober 2014 und von Januar 2016 bis Dezember 2016. Inzwischen hat eine Freiwillige des Peace Corps, die für zwei Jahre aus Kanada nach Pitseng gekommen ist, die Funktion übernommen und unterrichtet „Life Skills“ an der PHS. Sie wird durch eine weitere Freiwillige, die für 4 Jahre kommen wird, abgelöst werden.

 

Der Lesotho-Kalender 2018 von Yes we care! e.V. wurde erneut mit Hilfe der Firma Eukamed erstellt und von der Firma Aumüller Druck aus Regensburg kostenlos gedruckt. Er eignet sich gut als Geschenk! Wir freuen uns über viele Bestellungen!


        


Aussichten

 

Für das aktuelle Vereinsjahr planen wir wieder vielen bedürftigen Kindern zu helfen:

 

Der Bau eines zweiten Jungeninternats ist aus unserer Sicht eine Priorität, um es den Jungen zu ermöglichen, unter menschenwürdigen Bedingungen zu leben und zu lernen.

 

Der jährliche Hilfsgütertransport ist wie jedes Jahr im März 2018 geplant.

 

Der Schwerpunkt unserer Hilfe ist das Patenschafts-Programm, das sehr erfolgreich darin ist, Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen, die sonst keinerlei Zugang hierzu hätten. Jede/r neue PatIn bedeutet ein Leben in Lesotho mit völlig neuer Perspektive und jede Anstrengung, neue PatInnen zu finden, ist hoch willkommen!

 

Die Patenschafts-Gebühren wurden seit 6 Jahren nie erhöht, obwohl die Kosten in diesem Zeitraum drastisch angestiegen sind, unter anderem wegen der hohen Kosten für die Ernährung der Patenkinder in der Zeit einer schrecklichen Dürre. Wir sind sehr dankbar für alle PatInnen und SpenderInnen, die uns durch eine freiwillige Spende dabei unterstützen, die Gebühren auch weiterhin beizubehalten und dennoch dieses wichtige Programm erfolgreich durchführen zu können!

 

Die Ernährungs-Situation in Lesotho hat sich nach der schrecklichen Dürre Gott sei Dank deutlich verbessert. Die Folgen dieser Dürre werden zwar noch jahrelang zu spüren sein, aber es hat wieder geregnet und die Felder tragen Ernte. Die Voraussagen für den nächsten Sommer im südlichen Afrika (also ab Herbst 2017 in Deutschland) sind leider sehr beunruhigend: Es scheint sich ein neuer El Nino zu bilden, der erneut zur Dürre führen könnte. Dies wäre eine Katastrophe für die Menschen, da sich bis heute die Wasserreserven nicht auffüllen konnten und eine weitere Dürre so kurzfristig nach den letzten zu noch schwerwiegenderen Ernte-Misserfolgen und Nahrungsmitteleinbußen führen würden.


 

Patenkinder singen fröhlich bei der Eröffnungsfeier des Jungeninternats im Februar 2017.


Wir danken allen von ganzem Herzen, die sich für die Kinder in Pitseng einsetzen!

Wir freuen uns auf jede Mithilfe bei den Herausforderungen, die in diesem Jahr vor uns liegen!

 

Kea leboha! Vielen Dank!

 

 

48 glückliche Jungen vor dem Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat


Was für ein unvergessliches Erlebnis: Am 18. Februar 2017 wurde das von Yes we care! e.V. gebaute Jungeninternat an der Pitseng High School in Lesotho feierlich und lebendig eingeweiht.


Zwei Tage zuvor sind Peter und ich mit unseren Freundinnen Helga und Anna Sittler (aus Tirol) nach Pitseng gereist, um mit eigenen Augen das Ergebnis der letzten Arbeiten am und rum um das Gebäude zu sehen:

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Leider hatten wir zuvor Schwierigkeiten mit einem Bauunternehmer, der für den Sicherheitszaun und die Pflasterung um das Haus herum zuständig war. Aber für die Feier spielt dies zum Glück keine Rolle. Wir bringen die ersten Kisten mit Büchern und Spielen für die 48 Jungen, die bereits im Internat wohnen:


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Anna aus Tirol, unsere junge Freundin mit Down-Sndom, wollte schon lange den Kindern in Lesotho eine Freude machen. Sie kam auf eine brillante Idee: Für jedes Kind, zusammen 670, hatte sie ein buntes Loom-Band gemacht, das sie nun persönlich an die in langer Schlange wartenden SchülerInnen verteilt. Alle freuen sich riesig darüber, sogar die Jungen!


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Abends machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort Pitseng, wo wir von vielen freundlichen Menschen angesprochen werden.


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Anschließend treffen wir die große Gruppe von BesucherInnen der Bischof-Manfred-Müller-Schule aus Regensburg (BiMaMü) im Aloes Guest House in Pitseng. Die BiMaMü unterstützt YWC seit Jahren und hat unter anderem 2015 und 2016 zwei Spendenläufe organisiert und über 40.000,- Euro zur Finanzierung des Internats beigesteuert. Ohne diese Hilfe hätte es dieses Jungeninternat nicht gegeben. 12 SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und VertreterInnen der Schulleitung haben sich auf den weiten Weg von Deutschland nach Lesotho gemacht, um bei der Einweihung dabei sein zu können!


Am darauffolgenden Tag starten wir mit drei Autos in die hohen Berge von Lesotho, zum Katse Stausee.


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Wir wollen das Land erkunden und etwas vom Alltag der Basotho erfahren. Die Landschaft ist atemberaubend:


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Mitten im Nirgendwo sehen wir Behausungen der Hirtenjungen, die anstatt in die Schule gehen zu können, auf den wichtigsten Besitz ihrer Familien, die Schaf- und Ziegenherden, aufpassen und völlig auf sich allein gestellt leben.


15Die gesamte Gruppe am Mafika Lisiu Pass, 3090 m über NN

 

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Nach der schrecklichen Dürre 2016 hat es Gott sei Dank wieder geregnet und der Mais steht hoch. Wir können bereits einige Felder sehen, die abgeerntet werden.


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Am Weg treffen wir auf zwei Weltenbummler, Conny und Tommy mit ihrem großen Truck „Manni“ (www.mantoco.com). Sie sind an Lesotho und seinen Menschen sehr interessiert und werden bei der Feier am nächsten Tag dabei sein.


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An der Staumauer des Katse Stausee.         Der Katse Stausee zeigt noch Zeichen der Dürre, der    

                                                                  Wasserspiegel ist deutlich niedriger als normal.

 

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Landesübliche Lesotho-Hüte werden erstanden und wir bestaunen die Nationalpflanze Lesothos: die wunderschöne Spiral-Aloe.


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Eine niedliche Sloggets Eisratte zeigt sich kurz und wir sind von einem Felssturz am Wegrand ziemlich beeindruckt.


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Kleine Kinder rennen zu uns, wenn wir anhalten. Sie freuen sich sehr und / oder fordern von uns süße Kekse!


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Wir sehen Basotho, die ihrem Alltagsleben nachgehen: Frauen, die Wäsche von Hand waschen und eine fröhliche Gruppe, die sich eine Flasche Bier teilt.


Nach diesem eindrücklichen Tag kann ich kaum schlafen: Das große Fest der Einweihung steht an!


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Am Morgen des 18. Februar 2017 fahren wir alle voller Erwartung im Konvoi Richtung Pitseng High School, der Weg ist ohne Allradwagen nicht so einfach …


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Mit großem Hallo und viel Gesang werden wir herzlich begrüßt. Alle 121 Patenkinder von Yes we care! e.V. tragen T-Shirts mit dem YWC-Logo und winken uns mit kleinen Lesotho-Flaggen fröhlich zu. Bereits hier rollen bei einigen unserer Gäste die ersten Tränen …


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Mit deutscher Pünktlichkeit wird dann zur Tat geschritten: Um 9:00 Uhr durchscheidet ein Vertreter des Bischofs nach einem kurzen Gebet das Band und eröffnet damit offiziell unser Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat.


Anschließend ziehen alle Gäste, die Schulleitung der Pitseng High School, alle 121 YWC-Patenkinder und einige LehrerInnen hinter dem Priester her, einmal um das ganze Gebäude herum, während er aus einem kleinen Fläschchen Weihwasser verspritzt und es segnet. Die SchülerInnen singen währenddessen laut.


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Jetzt werden wir zum festlich geschmückten Schulplatz gebracht, wo wir die nächsten 4 Stunden lang mit atemberaubenden Vorführungen unterhalten und sehr bewegenden Ansprachen geehrt werden. BMMBBH ist übrigens die Abkürzung für: Bishop-Manfred-Müller-Boys-Boarding-House (Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat). Schon die Dekoration zeigt den Charakter der Veranstaltung: Wir sollen etwas von den Traditionen und der Kultur der Basotho erfahren und erleben.


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Gleich zu Anfang wird den SchülerInnen im YWC-Patenschaftsprogramm Gelegenheit gegeben, etwas zu uns zu sagen. Zwei Schüler, die dank einer YWC-Patenschaft ihr Abitur machen konnten und jetzt an der Universität in der Hauptstadt Lesothos, Maseru, studieren, bringen ihre tiefe Dankbarkeit darüber zum Ausdruck. Ihre sehr persönlichen Worte berühren mich so tief, dass mir die Tränen kommen. Ohne die Hilfe von YWC und ihren PatInnen wären sie hoffnungslos geblieben, hätten nie die Chance auf eine tertiäre Bildung gehabt. Ihr Leben ist verändert und hat eine positive Wendung genommen. Die jungen Männer ermuntern auch die SchülerInnen, die jetzt im Patenschaftsprogramm sind, diese Chance gut zu nutzen und viel zu lernen.


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Danach tanzen Schülerinnen den traditionellen Mokhibo für uns. Es handelt sich um eine Mischung aus Gesang und Tanz, der teilweise im Sitzen ausgeführt wird und die Rolle der Frauen in ihrer häuslichen Umgebung darstellt. Die Bewegungen werden meist aus den Schultern heraus durchgeführt. In ihren Händen halten die Mädchen ein Wischtuch und einen Staubwedel.


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Es geht weiter mit diversen Tänzen in traditioneller Bekleidung, die die Beziehungen zwischen jungen Frauen und Männern in der Basotho-Kultur verdeutlichen. Die SchülerInnen sind dabei völlig verändert: Wo wir sie sonst schüchtern und zurückhaltend erleben, tanzen sie heute mit unbeschreiblicher Energie und Grazie und zeigen uns eine vollkommen neue Seite ihrer selbst. Die Bilder sprechen für sich!


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Sister Alice Maputsoe, die Schulleiterin der Pitseng High School, beginnt anschließend mit einem Lied, unterstützt von Mrs. Makabelo Tenane, der stellvertretenden Schulleiterin, und Mrs. Mpho Makhalanyane. Diese beiden Lehrerinnen sind die Betreuerinnen der vielen YWC-Patenkinder. Das Lied handelt davon, dass YWC die Not der Menschen in Pitseng sah und darauf mit Hilfe reagiert hat: Aus tiefer Not wurden die Kinder herausgehoben und sind heute froh und dankbar. Alle Anwesenden fallen in dieses Lied mit ein.


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Viele von ihnen sind Angehörige der vielen verwaisten Patenkinder, die wir heute zum ersten Mal treffen können.


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Jetzt sind die Jungen dran und tanzen den Mohobelo, einen Tanz, der besonders am Ende einer Trockenperiode getanzt wird als Teil einer Regenzeremonie. Er hat nicht nur Unterhaltungswert, sondern auch eine geistliche Dimension. Die Jungen teilen sich in zwei getrennte Gruppen, die eine summt laut im Hintergrund, während die andere ungeheuer intensiv die männliche Kraft darstellt. Einzelne Jungen brechen aus der Gruppe aus und explodieren regelrecht vor Energie.


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In unserer Rede haben wir die Gelegenheit, uns für die jahrelange die Unterstützung, die YWC von der Bischof-Manfred-Müller-Schule aus Regensburg erhalten hat, zu bedanken. Wir heißen auch die Jungen, die jetzt im Internat leben, herzlich darin willkommen und fordern sie auf, dieses schöne Haus mit Respekt und Achtsamkeit zu behandeln.


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Anschließend hält Herr Wacker, der Schulleiter der Bischof-Manfred-Müller-Schule aus Regensburg, eine Rede. Er erklärt, wer Bischof Manfred Müller war (er ist 2015 verstorben) und dass er sicher ist, dass er sich über die Namensgebung für das Jungeninternat freut und in einer Form auch heute an diesem Fest teilnimmt. Ich bewundere unsere Regensburger Gäste (fast alle in typisch bayerischer Tracht), als sie nach all den fantastischen Darbietungen der Basotho-SchülerInnen mutig in ein bayerisches Lied einstimmen, das von Klatschen und Gesten begleitet wird. Aber sie schaffen es, alle förmlich „vom Hocker zu reißen“, und ganz schnell klatschen und gestikulieren alle Basotho fröhlich mit.


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Eine weitere Jungen-Gruppe tanzt den Ndlamo in einer für uns etwas gewöhnungsbedürftigen Bekleidung. Die fast wie blaue Windeln anmutenden Hosen vergessen wir aber schnell, als die Jungen laut schreien und im Rhythmus heftig mit den Beinen aufstampfen. Auch dieser Tanz stellt die männliche Kraft dar.


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Nach einer wunderbar vorgetragenen Einführung tanzt eine gemischte Gruppe den „Gumboot Dance“, einen Tanz, der an den bayerischen Schuhplattler erinnert und sich in den Minen Südafrikas einwickelt hat.


Nachdem der Chief (Bürgermeister), Khethisa Tau, eine sehr lang über die eigentlich vorgegebenen 5 Minuten dauernde Rede in Sesotho hält, kühlt sich die Atmosphäre etwas ab.


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Der Schulchor, der von einem YWC-Patenkind geleitet wird, reißt uns alle wieder zurück in die traumhafte Wirklichkeit. Alle, die diesen Chor hören, bekommen Gänsehaut, auch wenn wir den Sinn der Sesotho-Texte nur ansatzweise übersetzt bekommen. Die Präsenz der Singenden in ihren Liedern ist unglaublich und ich wünsche mir immer, dass sie nie aufhören zu singen!


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Zuletzt werden alle Gäste aus Deutschland nach vorne gebeten und erhalten Geschenke: typische Lesotho-Hüte, Tassen mit einem Dankeschön und unseren Namen darauf und Sonnenhüte mit dem Schulemblem der Pitseng High School.


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drei Abiturientinnen aus dem Schulabschlussjahr 2016         drei Abiturienten voriger Jahre, die all inzwischen studieren


Die Eröffnungsfeier wird mit einem von YWC gestifteten Mittagsessen beschlossen, bei dem wir einige der Erziehungsberechtigten unserer zumeist verwaisten Patenkinder treffen und kennenlernen können. Auch weitere ehemalige Patenkinder sind extra für die Feier erschienen und können uns persönlich berichten, was aus ihnen geworden ist.


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 Mit unseren Gästen und allen Patenkindern ziehen wir zum Jungeninternat.


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                                                                  zwei Schulleiter in eifriger Diskussion

 

Dort werden Geschenke von den Regensburgern an die Schulleitung und LehererInnen der Pitseng High School überreicht.


Die BiMaMü unterstützt seit Beginn des YWC-Patenschaftsprogramms vor 6 Jahren etliche Patenkinder. Momentan sind es 13 Patenkinder, die von verschiedenen Schulklassen und Einzelpersonen (LehererInnen, Eltern) der BiMaMü gesponsert werden.

 

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Die Begegnung mit diesen Kindern, die ihnen teilweise schon jahrelang über Briefe und Berichte bekannt waren, ist für die Regensburger emotional und tief bewegend. Die Patenkinder freuen sich über ihre Geschenke und können es nicht fassen, ihre PatInnen persönlich kennenzulernen.


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Ein Lehrer der BiMaMü, Sigi Weiss, hatte sich am Vorabend spontan entschlossen, ein Patenkind zu unterstützen. So können sein Patenjunge und er sich sofort kennenlernen.


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Das Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat ist letztes Jahr für 40 Jungen gebaut worden. Seit Januar 2017 wohnen jedoch bereits 48 Jungen im Haus, nachdem die Zahl der Jungen im YWC-Patenschaftsprogramm schnell angestiegen ist. 5 weitere Jungen, darunter der Patenjunge von Sigi Weiss, müssen leider noch im „Internat“ wohnen, das von der Pitseng High School angeboten wird. Sigi Weiss ist tief geschockt, als er die Bedingungen, unter denen sein Patenjunge leben muss, mit eigenen Augen sieht. Jeweils 2 Jungen schlafen in einem schmalen Bett, in einer Hütte, die völlig überbelegt und ohne Wasser, Strom oder irgendeine Betreuung ist.


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Inzwischen findet die interkulturelle Begegnung immer fröhlicher ihren Ausdruck und kurz bevor wir uns verabschieden, wird ausgelassen gemeinsam zu Musik getanzt, die SchülerInnen der BiMaMü mitgebracht haben.


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Der Abschied fällt allen richtig schwer. Wir sind sicher, dass dies nicht der letzte Besuch der BiMaMü in Pitseng war!


Wir danken allen von ganzem Herzen, die dieses Projekt ermöglicht haben und hoffen, dass YWC mit weiterer Hilfe bald ein zweites Jungeninternat verwirklichen kann!


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Kea leboha, vielen Dank!!