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Nur zehn Tage zuvor sind Peter und ich aus Deutschland nach Südafrika zurück gekehrt. Seit neun Tagen haben wir bereits kein Trinkwasser mehr aus dem Wasserhahn, sondern müssen weit fahren, um es in 5-Liter-Flaschen zu kaufen. Das südliche Afrika erlebt die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten und es ist deutlich zu spüren und sehr beängstigend!

 



Dieses Mal ist die Fahrt nach Lesotho deshalb deprimierend: Wo wir uns sonst am Grün um uns herum nicht sattsehen können, sehen wir nur noch trockenen Staub, ausgetrocknete Flussbetten und durstige Tiere auf der Suche nach einem Tropfen Wasser.  Auch in Lesotho gibt es kaum noch Wasser: Es ist Frühling und die Felder sind alle frisch gepflügt. Aber nirgends ist etwas gepflanzt, alle warten auf Regen, der eigentlich um diese Jahreszeit reichlich fällt. Was werden die Menschen essen, wenn er ausbleibt und nichts wachsen kann?? Ich kämpfe während der gesamten Fahrt mit einer Traurigkeit, die mich immer mehr herunterziehen will.

 



Wir sehen Basotho-Frauen, die in der Erde nach Wasser graben, um Wasser zum Wäschewaschen und Reinigen ihrer Hütten zu finden…

 



Wir haben unser Auto wie immer voll beladen mit Mitbringslen für die Patenkinder in unserem Yes we care! e.V.-Patenschaftsprogramm. Eine Schule in Deutschland hat extra einen Betrag gespendet, damit wir Süßigkeiten für Weihnachten mitbringen können!! Zum Glück kommen wir dieses Mal ohne Probleme über die Grenze nach Lesotho!

 



Sofort nach unserer Ankunft treffen wir fast alle 111 Patenkinder:

 



2015 unterstützen PatInnen 78 Patenkinder, 20 davon schreiben gerade ihr Abitur, 32 sind auf unserer Warteliste und 1 Patenkind vom Vorjahr hat sich dazugesellt. Die „alten Hasen“ tragen stolz ihre Yes we care! e.V.-T-Shirts, die Kinder auf der Warteliste werden darauf bis nächstes Jahr warten müssen.

 



Nach einer Ansprache verteilen wir alle Mitbringsel. Etwas Besonderes sind die vielen, bunten Armbänder, die eine junge mongoloide Frau aus Österreich, als sie von den Kindern in Pitseng erfahren hat, extra mit großer Liebe und viel Arbeit für sie angefertigt hat, und die große Freude auslösen!! Selbst alle Jungs suchen sich ein Armband aus!!

 



Dann werden wieder endlos Fotos gemacht, Einzelbilder für die PatInnen, Gruppenfotos für verschiedene Zwecke, und viele, viele Spontanfotos von den Kindern, die nicht genug Fotos von sich haben können! Anschließend müssen sie zurück in die Klassenzimmer, viele schreiben an diesem Tag ein wichtiges Examen: entweder Abitur-Prüfungen in der zwölften Klasse oder Realschulabschluss-Prüfungen in der zehnten Klasse.

 



Die 19 Yes we care! e.V.-AbiturientInnen des Schuljahres 2015



Eine junge Frau in unserem Programm schreibt tapfer bis zum Schluss ihr Abitur, obwohl sie hochschwanger ist und ihre Wehen einsetzen, sodass sie noch am gleichen Abend einen gesunden Jungen auf die Welt bringt!

 



Anfang Januar 2016 steht ein Wechsel im Management des Patenschafts-Programms an: Ms. Mojabeng Tau möchte diese wichtige und arbeitsreiche Aufgabe abgeben, nachdem sie sie zweieinhalb Jahre treu erfüllt hatte. Ihre Gesundheit ist besonders in 2015 mehr und mehr angeschlagen gewesen und hat sie darin behindert. Die stellvertrende Schulleiterin und Leiterin des Anti-Aids-Clubs and der Pitseng High School, Mrs. Makabelo Tenane, wird ab Januar 2016 die neue Betreuerin des Patenschaftsprogramms. Sie wird sich die Arbeit mit einer befreundeten Lehrerin, Mrs. Mhpo Makhalanyane, teilen. Während unseres Treffens mit allen Beteiligten wird die reibungslose Übergabe des Büros sowie der Aufgaben besprochen und eine entsprechende Vereinbarung mit Mrs. Makabelo unterschrieben.

 



Ms. Mojabeng Tau, Mrs. Mpho Makhalanyane, Mrs. Makabelo Tenane, Irina André-Lang



Es gibt viele Dinge zu besprechen. Leider gibt es ein paar wenige Pateninder, die die große Chance, die ihnen durch die Patenschaft geboten wird, nicht zu schätzen wissen und sich entweder nicht genügend schulisch einsetzen und/oder den Schulalltag deutlich stören. Auch wiederholte Beratungsgespräche konnten keine Besserung erwirken, sodass es sein kann, dass Yes we care! e.V. am Ende dieses Schuljahres zum ersten Mal gezwungen sein wird, SchülerInnen aus dem Programm auszuschließen.

Alle 18 Patenkinder, die 2015 in ihren Berichten über Sehschwierigkeiten geklagt hatten, sind am 12. und 14. Oktober 2015 in der Hauptstadt Maseru kostenlos von der Optikerkette „Spec Savers“ untersucht und fünf von ihnen mit Brillen versorgt worden. Die anderen 13 betroffenen Patenkinder benötigen keine Brillen, sondern Augentropfen und/oder Sonnenbrillen für ihre durch Sonneneinstrahlung und Staub gereizten Bindehäute. Diese hatten wir aus Südafrika mitgebracht. Leider haben zwei Patenkinder ihre neuen Brillen bereits nach kurzer Zeit verloren.

 



Die Patenkinder mit ihren Brillen!



Soweit es möglich ist, versuchen wir das Leben der Patenkinder nach ihrem Abitur weiterzuverfolgen. Wir erhalten entsprechende Informationen von Ms. Mojabeng Tau und Mrs. Makabelo. Ein junger Mann benötigt erneut finanzielle Unterstützung für die Wiederholung zweier Fächer, in denen er im Abitur 2014 nicht gut genug abgeschnitten hatte, um sich an der Universität in Maseru einschreiben zu können.

 



Manche PatInnen haben sich gefragt, ob die Unterstützung ihres Patenkindes wirklich so dringend nötig sei, nachdem sie Nachrichten auf Facebook von ihrem Patenkind erhalten haben. „Wieso muss ein Kind unterstützt werden, das offensichtlich Geld für ein Handy und Internetgebühren zur Verfügung hat?“, war die berechtigte Frage. Wir wurden auf unsere entsprechende Anfrage darüber informiert, dass die Regierung Lesothos für das gesamte Jahr 2015 die Internetgebühren für einige Schulen, unter anderem für die Pitseng High School, übernommen hat und dadurch alle unsere Patenkinder im Rahmen ihres Computerunterrichts Zugang zum Internet und Facebook hatten. Manche SchülerInnen arbeiten auch in ihren Schulferien, um sich z.B. einmal eine hübsche Frisur leisten zu können.

Nachmittags treffen wir uns mit der Schulleitung der Pitseng High School: mit der Schulleiterin Sister Alice und Sister Helen, die ihr bei ihrer Arbeit hilft, nachdem sie im Dezember 2013 einen fast tödlichen Autounfall hatte, sowie Mrs. Makabelo Tenane und Mrs. Mpho Makhalanyane.



Irina André-Lang, Sr. Helen, Sr. Alice Mputsoe, Mrs. Mpho Makhalanyane, Mrs. Makabelo Tenane



Auch in diesem Treffen gibt es viele wichtige Aspekte unseres Patenschaftsprogramms zu besprechen:
- Die Unterbringung von SchülerInnen, die eine Klasse wiederholen müssen, wird ausführlich diskutiert. Der Konvent, der das Mädcheninternat betreibt, lehnt eine Unterbringung im Internat nach dem Durchfallen einer Schülerin grundsätzlich ab.
Am Ende einigten wir uns jedoch darauf, dass SchülerInnen in Zukunft auch bei Wiederholung einer Klasse weiterhin im Internat wohnen dürfen. Es werden allerdings sehr strenge Kriterien angewandt in der Entscheidung, welche SchülerInnen eine Klasse wiederholen dürfen.
- Yes we care! e.V. ist sehr dankbar für die Durchführung von Extra-Unterricht für VIER Wochen während der großen Winterferien für alle SchülerInnen der zehnten und zwölften Klassen, die am Jahresende ihr Examen schreiben. Fast alle Patenkinder dieser Jahrgangsstufen haben daran teilgenommen und Yes we care! e.V. erwartet einen wesentlich besseren akademischen Erfolg im Vergleich zum Vorjahr.  
- Yes we care! e.V. bringt bisher jedes Jahr mit dem Hilfstransport Berge von Einmal-Binden für die vielen bedürftigen Mädchen an der Schule mit. Jetzt gibt es die Möglichkeit, in Südafrika hergestellte wiederverwendbare Binden zu kaufen, die unter den Bedingungen im Internat an der Pitseng High School fünf Jahre lang halten sollten. Yes we care! e.V. schlägt vor, einen „Mädchen-Tag“ an der Schule zu veranstalten, an dem mit den Mädchen über das Frau-Sein gesprochen werden kann und sie über die richtige Verwendung dieser Binden unterrichtet werden können. Sr. Alice wird Yes we care! e.V. über die Entscheidung der Schule hierzu informieren.
- Sr. Alice berichtet, dass die Abiturergebnisse Ende 2014 wesentlich besser als je zuvor ausgefallen waren, was sie auf das Schulbuch-Verleihsystem zurückführt. Yes we care! e.V. hatte 20.000,00 Euro für die Anschaffung von Schulbüchern gezahlt, die an bedürftige SchülerInnen ausgeliehen werden und es ihnen ermöglicht, sich gut auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Wir freuen uns natürlich sehr über diesen Erfolg!!!
- Drei Videos werden uns überreicht, die mit Hilfe einer vom Dürer Gymnasium in Nürnberg gespendeten Video-Kamera an der Pitseng High School aufgenommen wurden. Das Gymnasium hat eine Schulpartnerschaft mit der Pitseng High School und unterstützt unter anderem auch einen Jungen im Patenschafts-Programm. Diese Videos werden von uns nach Nürnberg geschickt werden.

Wie immer machen wir einen Rundgang über das Schulgelände und können dabei die Entwicklung unserer früheren Yes we care! e.V.-Projekte verfolgen.

Den Farmtieren geht es ausgezeichnet:



Bontle mit Mama und Bohlale mit Mama beim Trinken



- Inzwischen haben zwei Kühe erneut Kälbchen geboren. Wir dürfen ihnen Namen geben. Eines nennen wir Bontle (was „die Schöne“ bedeutet) und das andere Bohlale („die Kluge“), weil sie sich sehr clever dabei anstellt, über eine Steinmauer zu ihrer Mutter zu gelangen und zu trinken! Es gibt jetzt 11 Kühe und ihre Jungtiere in unterschiedlichen Altersstufen.



Die Kühe müssen immer noch mit Heu gefüttert werden!             Bontle, „die Schöne“



- Die Schweine vermehren sich immer weiter. Am Tag unseres Besuchs werden gleich sieben von ihnen geschlachtet, für das große Abschiedsfest für die AbiturientInnen am folgenden Wochenende.


- Die 600 Hühner legen fleißig Eier und es ist geplant, sie im Juni 2016 durch neue Hühner zu ersetzen.

Der durch Yes we care! e.V. finanzierte Wassertank, der im Vorjahr unsachgemäß installiert worden und abgestürzt war, ist durch einen neuen ersetzt worden, der jetzt sachgemäß verwendet wird und Wasser für die Farmtiere zur Verfügung stellt. Der alte Tank wird ebenfalls weiterverwendet:



Das Biogas-Toiletten-System funktioniert endlich: Das durch menschliche Extremente in den Mädchen-Toiletten entstehende Biogas ist jetzt an einen Gas-Herd angeschlossen und ist so einfach zu bedienen, dass die Mädchen im Internat es selber verwenden zur Erwärmung ihres Waschwassers! Sie können sich jetzt mit warmem Wasser waschen, das ist ein wunderbarer Erfolg!!!



Endlich gibt es auch Wäscheleinen, auf die die von den Mädchen von Hand gewaschenen Wäschestücke aufgehängt werden können, statt sie wie bisher in den Dreck legen zu müssen!



Am Ende unseres Besuchs findet ein sehr wichtiges Treffen statt mit Vertretern der Baufirma Tsiamo Contsructions, Mr. Thabo Sebele und Alex, die extra aus Maseru angereist sind. Wir besichtigen den Baugrund, auf dem wir in kurzer Zeit mit dem Bau des Bischof Manfred Müller-Internats für Jungen beginnen werden. Die Pläne werden genau durchgesprochen. Dabei ist auch die Schulleitung aktiv vertreten. Jetzt warten wir auf den Kostenvoranschlag der Baufirma … Dies wird das bisher größte Projekt von Yes we care! e.V. an der Pitseng High School und wird allen Jungen in unserem Patenschaftsprogramm, die Unterbringung an der Schule benötigen, zugutekommen. Momentan leben sie in Hütten, die kaum menschenwürdig und vor allem kein Ort zum Lernen sind! Es soll eine deutliche Verbesserung der Lebensbedingungen für die Jungen bringen. Die Mädchen sind ja seit Januar 2015 im neuen Mädcheninternat deutlich besser als früher untergebracht. Wir bedanken uns bei allen, die finanziell zur Verwirklichung dieses Projektes beigetragen haben und noch beitragen werden. Insbesondere die SchülerInnen und LehrerInnen der Bischof Manfred Müller Schule in Regensburg haben mit ihrem Spendenlauf im März 2015 eine Spende von 29.171,00 Euro für das geplante Jungen-Internat erlaufen, wofür wir ihnen von Herzen dankbar sind!!!



Das Baugrundstück für das Jungen-Internat        Alex, Peter Lang und Mr. Thabo Sebele



Auf dem Weg zurück durch Lesotho nach Südafrika entwickelt sich ein großer Sturm, der wegen der Trockenheit riesige Staubwolken aufwirbelt, die unsere Sicht sehr behindern. Die fruchtbare Oberflächen-Erdschicht wird davon geblasen … aber es fällt kaum ein Tropfen Regen.



Wir bedanken uns bei allen PatInnen für ihre Hilfe für bedürftige Kinder in Pitseng, Lesotho!

Noch viele Kinder warten auf eine solche Unterstützung!

Einen guten Ausklang des Jahres 2015 und die besten Wünsche für das neue Jahr 2016!!

Vom 5. - 10. Juli 2015 besuchten 78 Patenkinder von Yes we care! e.V. wie jedes Jahr das von Help Lesotho durchgeführte Feriencamp in Leribe. Das Ziel des Feriencamps war es, Möglichkeiten für die Kinder bereitzustellen, psychosoziale Unterstützung zu erhalten und die eigene Lebenskompetenz weiter zu entwickeln.

 

Das zentrale Thema dieses Jahr war: Verhinderung von Gewalt zwischen Männern und Frauen, ein Thema, das die Mehrheit der Bevölkerung von Lesotho betrifft. 86 % der Mädchen und Frauen in Lesotho erleben in ihrem Leben eine Form von geschlechtsspezifischer Gewalt.

 

Die Teilnehmer lernten den Slogan: "Sei mutig, tue das Richtige und wehre dich gegen jede Form von geschlechtsspezifischer Gewalt."

 

Eine Schlüsselbotschaft während des gesamten Camps war, das Verständnis und den Mut zu entwickeln, Missbrauch zu melden, sodass Täter vor Gericht gestellt werden können und die Opfer die notwendige medizinische Versorgung erhalten. Jede/r TeilnehmerIn verließ das Camp mit neuen Erkenntnissen, wie sie geschlechtsspezifische Gewalt vermeiden können, sich dagegen schützen und dabei helfen können, diese in ihren Familien, Schulen und Gemeinden zu verhindern.

 

Der erste Tag des Lagers war spannend wie immer. Die SchülerInnen kamen in ihren besten Outfits! Bei der Anmeldung schrieben sie mit Stolz ihre Namen und schmückten ihre Namensschilder.

 

Viele TeilnehmerInnen finden es atemberaubend, ihre Namen auf der Registrierliste zu sehen und ein Zimmer zugewiesen zu bekommen - sie fühlen sich dadurch wertgeschätzt und ganz besonders!

 

Die TeilnehmerInnen wurden in drei Gruppen unterteilt, die jeweils mit dem Namen eines angesehenen Führers des südlichen Afrika benannt waren: Moshoeshoe, Mandela und Letsie III. Jede Gruppe bestand aus Jungen und Mädchen und hatte auch jeweils männliche und weibliche ModeratorInnen.

 

 

Beim Feriencamp von Yes we care! e.V. 2015 wurden vor allem folgende Themen behandelt:

 

Zielsetzung: Die Wichtigkeit einer realistischen Lebensplanung und Zielerreichungsstrategien wurden intensiv diskutiert.

 

Entscheidungsfindung: Die Teilnehmer besprachen eine Liste der Herausforderungen in ihrem Leben, wie Gruppendruck, Teenager-Schwangerschaften, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Vergewaltigung, HIV / AIDS, romantische Beziehungen und problematische Beziehungen zwischen verschiedenen Generationen („Sugar Mamas und Sugar Daddies“). Für jede Herausforderung diskutierten die TeilnehmerInnen die positiven und negativen Auswirkungen der möglichen Entscheidungen. Das Ziel  des Workshops war es, den TeilnehmerInnnen Fähigkeiten zum kritischen Denken zu vermitteln, um in der Zukunft gesunde Entscheidungen treffen zu können.

 

Vorbildrolle: Bei dieser Sitzung ging es darum, wie das Verhalten einer Person andere ungewollt beeinflussen kann. Daher ist es wichtig, dass jede/r sich in einer Weise verhält, auf die er/sie stolz sein kann.

 

HIV / AIDS: Macht-Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen ist ein wichtiger Faktor für die gleichbleibend hohe Rate von HIV in Lesotho (die zweithöchste Inzidenzrate in der Welt). Dieser Part des Feriencamps enthält eine Menge von Sachinformationen über HIV / AIDS, wie das Virus übertragen wird und wie die Übertragung zu verhindern ist. Die Botschaft, dass das Virus vermeidbar, aber nicht heilbar ist, wurde immer und immer wieder verstärkt! Neben den physiologischen Elementen des Virus lernten die TeilnehmerInnen auch einiges über die emotionalen und psychosozialen Folgen dieser Krankheit. Mit Rollenspielen wurden Situationen nachgespielt, wie z.B.  die Verwendung von Kondomen zur Verhinderung von Schwangerschaft und Mythen über HIV. Es gab eine deutliche Verbesserung im Verständnis bzgl. HIV bei den Prä- und Post-Evaluierungen.

 

Sexuelle Mündigkeit, Vergewaltigung und geschlechtsspezifische Gewalt: Zu Beginn dieser Sitzung hatten die meisten TeilnehmerInnen eine sehr enge Definition von Missbrauch oder Vergewaltigung. Die ModeratorInnen forderten sie auf, ihre Definitionen zu überdenken, was Zustimmung zum Geschlechtsakt wirklich bedeutet - dass sie nie auf der Basis einer vorhandenen Beziehung als vorausgesetzt angenommen werden kann! Die TeilnehmerInnen setzten dann die Diskussion fort über die Bewältigung der Folgen von Vergewaltigung und wie man Missbrauch in erster Linie verhindern kann.

 

Trauer und Verlust: Dieses Thema war sehr emotional und schwierig für die meisten TeilnehmerInnen. In Lesotho wird grundsätzlich erwartet, dass man sehr schnell darüber hinwegkommt, nachdem jemand verstorben ist. Die Menschen bekommen keine Gelegenheit, ihre Gefühle auszudrücken oder zu verarbeiten. Als die TeilnehmerInnen aufgefordert wurden, sich an Menschen zu erinnern, die sie liebten und die verstorben sind, weinten viele zum ersten Mal über diese Verluste. So viele dieser Jugendlichen haben enorme Traumata in ihrem kurzen Leben erlebt, hatten aber nie die Gelegenheit, ihre eigene Trauer zu verstehen. Die ModeratorInnen arbeiteten eng mit allen TeilnehmerInnen zusammen, um zu gewährleisten, dass jede/r die Chance hatte, ihre/seine Geschichten mitzuteilen und sich auszudrücken.

 

Aktivitäten während des Camps:

 

 

Team-Building

Die TeilnehmerInnen hatten eine Reihe von Aktivitäten und Herausforderungen zu bewerkstelligen, bei denen sie zusammenarbeiten, kommunizieren und sich gegenseitig unterstützen mussten. Es gab eine Menge zu lachen während dieser Team-Building-Übungen!

 

 

Talent-Show
Die Talent-Show ist immer eine Lieblingserfahrung im Camp. Die TeilnehmerInnen haben dabei die Chance, ein Drama, ein Lied oder ein Gedicht über die Themen, die sie gerade behandelt haben, aufzuführen - und sie haben dabei eine Menge Spaß!

 

 

Film-Präsentation

Die TeilnehmerInnen sahen "Inside Story", einen Film, der zeigt, wie HIV von einer Person zur anderen übertragen wird. Selbst die Schauspieler in diesem Film wussten nicht, dass nur ein einziger Kontakt mit ungeschütztem Geschlechtsverkehr dazu führen kann, dass eine Person für den Rest ihres Lebens HIV-positiv wird!

 

Präsentation durch das Jugendamt

Das Jugendamt von Lesotho zeigte eine hervorragende Präsentation über die Funktionen ihres Amtes und die Möglichkeiten, Missbrauch jeglicher Art zu melden. Die TeilnehmerInnen hatten die Gelegenheit, eine Menge Fragen zu stellen, und es war schnell klar, dass sie bisher nur sehr begrenzte Kenntnisse über das Rechts- und Justizsystem hatten.

 

 

Bericht einer alleinerziehenden jungen Mutter

Matsepo, eine 24-jährige alleinerziehende Mutter eines 7-jährigen Jungen, wurde eingeladen, ihre Geschichte mit den TeilnehmerInnen zu teilen. Sie ist Mitglied des Förderprogramms für junge Mütter von „Help Lesotho“ in Pitseng. Als sie erst 17 Jahre alt war, verliebte sich Matsepo und wurde schwanger. Sie und ihr Freund heirateten bald darauf, aber die Ehe dauerte nur ein paar Monate: Als Teil ihrer Schwangerschaftsvorsorge wurde bei Matsepo ein HIV-Test durchgeführt – der positiv zurückkam. Ihr Mann reichte daraufhin sofort die Scheidung ein. Matsepo hat ihr Kind die letzten 7 Jahre alleine aufgezogen. Sie ist stolz, Mutter zu sein,  bedauert jedoch zutiefst, dass sie nie in der Lage war, ihre High-School-Ausbildung abzuschließen. Matsepo ermahnte die Camp-TeilnehmerInnen, ihre Schulausbildung fortzusetzen und sexuelle Beziehungen bis zu ihrem Schulabschluss zu vermeiden.

 

 

Alle TeilnehmerInnen verließen das Camp mit einer Anerkennungsurkunde, die ihre neu erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten bestätigt und sie daran erinnert, das Gelernte mit anderen zu teilen.

 

Erfahrungsberichte von zwei Patenkindern:

„Am Donnerstag sprachen wir über Trauer und Tod. Dieses Thema traf uns sehr tief. Wir erinnerten uns an unsere verstorbenen Eltern, die uns in dieser schwierigen Welt zurückgelassen haben. Jede/r erzählte, wie ihre/seine Eltern verstorben sind. Das Gebäude verwndelte sich in ein Meer von Tränen, weil es so weh tut, an die toten Eltern zu denken. Wir lernten, dass wir es akzeptieren müssen, wenn ein Elternteil stirbt, weil sie niemals zurück kommen.“


„Das Feriencamp hat mich inspiriert, ein anderer Mensch zu werden. Während der Ferien werde ich mein ganzes neues Wissen mit meinen  Freunden und den Ältesten in meinem Dorf – ob sie jemals die Schule besucht haben oder nicht – teilen, sodass sie auch mehr träumen und die Welt verändern können. Eine Sache, die mich glücklich macht, ist, dass ich einem Freund, der Drogen benutzt hat, gesagt habe, dass er damit aufhören soll. Er hat wirklich auf mich gehört und damit aufgehört. Ich bin so froh!“

 

Wir danken allen Paten von Herzen, die dieses Feriencamp für 78 Mädchen und Jungen ermöglicht haben! Kea leboha!

Geschrieben von Maria Aumüller und Felix Gläser
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Felix Gläser und Maria Aumüller

 

Wir sind Maria und Felix, beide 20 Jahre alt, und leben in Regensburg. Felix studiert im 4. Semester Politikwissenschaft und Maria bereitet sich auf ihr Studium in Hamburg vor, das im Oktober beginnen soll. Zusammen verbringen wir sechs Wochen in Südafrika, drei davon mit Irina und Peter. Irina ist eine alte Freundin von Marias Familie und so sind wir auf die Idee gekommen, bei diesem Transport mitzukommen.

Wir haben in diesem Bericht versucht, unsere Eindrücke zu ordnen und nicht nur das chronologisch niederzuschreiben, was wir gemacht haben, sondern das gesamte Bild eines Hilfstransports von Yes we care! einzufangen.

 

Abfahrt und Anhänger

Irinas und Peters Haus war gesteckt voll mit Kisten und die extra angefertigten Anhänger schienen vergleichsweise klein. Das Packen zog sich über zwei Tage, aber dank der tatkräftigen Hilfe der Mitarbeiter der Lagerhalle, in der wir die Waren abholten, passte (fast) alles in zwei Autos mit zwei Anhängern. Nachdem die Planen von Yes we care! über die Anhänger gezogen waren, ging es früh am nächsten Morgen los nach Lesotho.

 

 

Boarder Control

 

Vor der Grenzkontrolle waren wir ausdrücklich gewarnt worden, die langen Wartezeiten der vorherigen Jahre waren kein gutes Omen. Aber nachdem die vielleicht langsamste Grenzbeamtin der Welt unsere Pässe gründlichst inspiziert hatte und die großartige organisatorische Vorarbeit von Irina selbst dem sonst sehr skeptischen Grenzarbeiter keinen Anlass gab, uns weiter aufzuhalten, überquerten wir die Grenze kurz nach Sonnenaufgang.

 

Clarens

 

Clarens, ein malerisches Städtchen kurz vor der Grenze zu Lesotho, sollte unser letzter Zwischenstopp sein. Ein letztes mal Kraft tanken für die kommenden Tage.

 

 

Dankbarkeit

 

Die Dankbarkeit in den Augen der Kinder war nicht zu übersehen – so erübrigt sich die Frage nach dem Warum für das Engagement von Irina, Peter und allen UnterstützerInnen von Yes we care! … Wir wussten warum.

 

 

Engagement

 

Engagement – ein gutes Stichwort. Wie viel Arbeit und Zeit in diesem Projekt steckt, wurde uns erst im Laufe der Reise klar. Wir als Urlauber waren froh, an Zahnbürste und Shampoo gedacht zu haben, was für ein Aufwand aber für den reibungslosen Ablauf des Transports betrieben wurde, kommt eher einem Vollzeitjob gleich als einer ehrenamtlichen Tätigkeit.

 

 

Fahrt

 

Die Fahrt war anstrengend, aber das fiel uns gar nicht weiter auf. Die Strecke, die Landschaft und alles drum herum ließen uns die Strapazen einer langen Autoreise vergessen. Die Aussicht im Golden Gate National Parkt, der Blick auf die gewaltigen Drakensberge, die so andersartigen Dörfer in Lesotho - wir konnten unseren Blick kaum von der Scheibe abwenden!

 

 

Gewitter

 

Tagsüber Sonnenschein, abends Gewitter, so ist das oft zu dieser Jahreszeit in Lesotho. Für uns war das ideal, wir konnten am Tag machen, was wir uns vorgenommen hatten, und nachts kühlte der Regen die heiße Luft ab.

 

HIV-Aids

 

Eine Realität, die für uns nicht ganz einfach zu verdauen ist, in Lesotho aber allgegenwärtig. Nicht nur Statistiken und Zahlen über die katastrophale Lage in Lesotho, vor allem der direkte Kontakt mit Aids-kranken Menschen, war uns erst ein mal fremd. Die Kinder, an die wir Süßigkeiten verteilt haben, haben oft mindestens ein Elternteil durch die Krankheit verloren oder waren sogar selber krank.

 

High School- und Grundschulkinder mit Süßigkeiten

 

Interesse

 

Das Interesse beruhte auf Gegenseitigkeit. Klar, für uns war alles neu, fremd und dadurch automatisch interessant, aber worüber wir uns wirklich gefreut haben, waren die vielen neugierigen Fragen über uns, wo wir herkommen und was uns nach Lesotho führt.

 

Maria Aumüller mit Kindern der Grundschule und im Gespräch mit SchülerInnen des Gymnasiums

 

Jahresplanung

 

Die SchülerInnen, die von Yes we care! unterstützt werden, bekommen Hygieneartikel, Schreibsachen, Schulkleidung und vieles mehr – für ein ganzes Jahr.
Das erfordert ein genaues Haushalten, unvorstellbar für uns. Wenn uns einmal die Seife ausgeht, wird eine neue Packung auf den Einkaufszettel der Familie geschrieben, am nächsten Tag ist sie da – ein doch sehr starker Unterschied zu dem Wunschzettel, den die Patenkinder der Pitseng High School einmal im Jahr ausfüllen.

 

Lehrerin Mpho und Eva-Maria John im Lagerraum des Gymnasiums mit Schulmaterialien und Toilettenartikeln, die für das ganze Schuljahr 2015 reichen müssen.

 

Katse Damm

 

Nach zwei Tagen in der Schule haben wir uns am Samstag mit einem Ausflug zum Katse Damm belohnt. Drei Stunden Fahrt, 234 Serpentinen, geschätzte 598 Fotos und unendlich viele Eindrücke später sind wir am wichtigsten Wirtschaftsprojekt Lesothos angekommen, dem Katse Damm – ein riesiger Stausee, aufgehalten von einer noch beeindruckenderen Mauer. Von hier aus wird Trinkwasser nach Südafrika und Fisch nach Japan exportiert. Und das ganze inmitten der wunderschönen Maluti Berge (Sesotho-Name für die Drakensberge).

 

Felix und Maria vor der beeindruckenden Staumauer des Katse-Stausees

 

Lachen

 

Schon auf der Straße zur Schule kamen uns die Kinder entgegengelaufen. Man merkte, dass sie sich schon lange auf unseren Besuch gefreut hatten. So viel Lachen und Begeisterung, wie wir in diesen Tagen gesehen haben, war für uns außergewöhnlich, gegeben die Umstände, aus denen die SchülerInnen kommen.

 

Die fröhliche Begrüßung trotz schlechten Wetters

 

Motivation

 

Als wir gehört haben, dass viele Kinder am Wochenende in die Schule kommen, um zu lernen, konnten wir es kaum glauben - zu nah war die Erinnerung an die eigene Faulheit in der Schulzeit. Aber genau diese Motivation ist, was die Kinder im Programm von Yes we care! benötigen, um die gegebene Chance ergreifen zu können.

 

Nachhaltigkeit

 

Dass die Schule selber Landwirtschaft betreibt, um das Essen der SchülerInnen abwechslungsreich zu gestalten, ist auch Verdienst der nachhaltigen Anschaffungen von Yes we care! - der Eindruck, der für uns bleibt, sind Bilder von Ferkeln, die auf dem Schulgelände aus ihrem Stall ausbüchsen und SchülerInnen, die nach dem Unterricht helfen, die Kühe zu betreuen.

 

 

Oh Je!

 

Wäre wohl der erste Aufschrei deutscher Autofahrer über die Straße zur Pitseng High School. Aber Irina und Peter haben uns samt Hänger immer sicher ans Ziel gebracht, trotz Schlaglöchern, die eher an Bombenkrater erinnern.

 

 

Pferde

 

Fast genauso oft wie auseinanderfallende Autos sieht man Basothos, die die Straßen zu Pferde nutzen. Pferde als Personentransport, Esel als Warentransport und Ochsen dienen dazu, schwer beladene Anhänger hinter sich her zu ziehen. Für uns ein wenig mittelalterlich, aber dafür bestimmt emissionsfrei und mit niedrigem Verbrauch.

 

 

Quasselstrippen

 

Obwohl das oberste Motto der Schule „Silence“ ist, sind die meisten Kinder ganz schöne Quasselstrippen – und das ist auch gut so!

 

Rundgang

 

Freitagmittag wurden wir von Lehrerinnen über das gesamte Schulgelände geführt. Von der Bibliothek über Klassenzimmer, die Küche, die Ställe, bis hin zu den Unterbringungen der Mädchen und Jungen. Das alles zu beschreiben, würde unseren Rahmen ein wenig sprengen. Am Besten, man schaut sich die Fotos an und schafft sich ein eigenes Bild.

 

Bibliothek der Pitseng High School                              Klassenzimmer mit 50 SchülerInnen

 

Die renovierte Küche                                                  Kuhställe

 

Jungenunterkunft                                                            Das neue Mädcheninternat

 

Schulleiterin Sister Alice

 

Sister Alice ist eine kleine zierliche Nonne, die uns herzlich begrüßt hat. Sie ist ein Sinnbild für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Yes we care! und der Pitseng High School. Eine beeindruckende Frau, die ihr Bestmöglichstest tut, um die Schule zu verbessern.

 

Sister Alice begrüßt Maria Aumüller

 

Tradition

 

Tradition ist in Lesotho an jeder Ecke zu entdecken und spielt eine große Rolle im alltäglichen Leben der Menschen. Traditionelle Kleidung wie die Lesotho-Hüte und -Decken (Maria hat die Gelegenheit genutzt, sich mit einer Lesotho-Decke für den bayrischen Winter zu wappnen), Häuser und Hütten, wie sie seit hunderten Jahren gebaut werden, und Bräuche, die immer noch wichtiger Bestandteil der Basotho-Kultur sind, waren für uns überall zu sehen – eine tolle Erfahrung für uns Kinder der Generation 2.0.

 

 

Unterbringung

 

Die SchülerInnen, die aus den verschiedensten Gründen nicht zu Hause wohnen können, haben die Möglichkeit, auf dem Schulgelände in sogenannten „Boarding Facilities“ zu leben. Für die Mädchen wurde von der Schwesternschaft, die neben der Schule angesiedelt ist, gerade ein neues Gebäude fertiggestellt. Die Räume sind nach Jahrgangsstufen aufgeteilt und für jeweils 50 Mädchen ausgelegt, die auf Stockbetten schlafen. Das neue Gebäude ist insgesamt schön gemacht und sicher eine Verbesserung für die Situation der Schülerinnen. Bei den Jungs war es nicht ganz so ansehnlich, ihre Gebäude sind in einem fürchterlichen Zustand – zerbrochene Schreiben und kaputte Betten schaffen bestimmt keine gute Lernatmosphäre und sind insgesamt eines Menschen nicht würdig.

 

Saubere Schlafzimmer im neuen Mädcheninternat  -    elende Bedingungen in der Jungenunterkunft

 

Verpflegung

 

Zum Mittagessen gibt es Pap, den landestypischen Maisbrei und dazu Kohl, manchmal mit Milch, Eiern und Fleisch der eigenen Tiere angereichert. Alle SchülerInnen bekommen einen Teller und stellen sich der Reihe nach auf, um sich ihre Portion abzuholen. Am Schultor werden zusätzlich Hühnerfüße verkauft für die, die es sich leisten können – ein kulturelles Erlebnis, das Maria doch nicht ganz so hautnah probieren wollte.

 

 

Waisen

 

Die meisten Kinder im Programm von Yes we care! sind Halb- oder Vollwaisen. Viele von ihnen haben uns erzählt, dass sie, oftmals von den Geschwistern getrennt, bei anderen Verwandten leben.

 

Die 80 Patenkinder von Yes we care! e.V.

 

X- Factor

 

Der Musiklehrer hat einen großartigen Chor auf die Beine gestellt, der bei unserer Vorstellung und auch bei der Morgenversammlung seine Lieder zum Besten gab – auf jeden Fall schöner anzuhören als der Gesang bei der Castingshow X- Factor.

 

Der alltägliche Morgenapell

 

Yes we care!

 

Yes we care! – the name says it all.

Wir sind dankbar, dass wir an diesem Transport teilnehmen konnten, es hat Spaß gemacht und wir haben Erfahrungen gesammelt, die wir im All-inclusive-Urlaub auf Mallorca mit Sicherheit so nicht gemacht hätten.

Danke, Yes we care!, und allen voran Irina und Peter – it was a pleasure!

 

Irina André-Lang, Peter Lang, Eva-Maria John und Felix Gläser

 

Zukunft

 

Wir wünschen Yes we care! e.V. und allen Beteiligten, vor allem aber natürlich den SchülerInnen der Pitseng High School für die Zukunft alles Gute!

Geschrieben von Yes we care! e.V.
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Ein Teil unserer Mitglieder mit dem Lesotho-Kalender 2016 von Yes we care! e.V.:

 


Von links: Irina André-Lang, Rolf Bürgers, Peter Lang, Ulrike Völkmann,
Monika Witt, Stefan Friehl und Helga Ahlbach

 

Am Sonntag, 12.07.14, fand in Wiesbaden unsere fünfte Mitgliederversammlung statt. Von derzeit 20 ordentlichen Mitgliedern konnten acht anwesend sein (siehe Foto), ein Mitglied davon via Skype.

 

Viele Projekte an der Pitseng High School und Pontmain Primary School, die sich der Verein Yes we care! e.V. in der letzten Mitgliederversammlung vorgenommen hatte, wurden besprochen:

-    Das Biogas-Toiletten-Projekt ist immer noch nicht hundertprozentig funktionsfähig. Die Toiletten werden fleißig genutzt, bzgl. der Sauberhaltung und Hygiene mangelt es allerdings am Management. Das entstandene Biogas muss noch an einen „Herd“ angeschlossen werden und kann dann das Waschwasser für die Mädchen erwärmen.

-    Das Farmtier-Projekt  ist weiterhin sehr erfolgreich und hat die Ernährung der ca. 700 SchülerInnen deutlich verbessert. Insbesondere die Schweine vermehren sich sehr schnell. Sie können sogar verkauft werden und der Erlös kann zur Tierhaltung beitragen. Zwei der Milchkühe sind erneut trächtig. Leider gibt es Probleme beim Erwerb neuer Hühner, nachdem die letzten 500 Hühner Ende 2014 verspeist worden waren. Es besteht aber große Hoffnung, dass es im kommenden Schulhalbjahr wieder Eier für die SchülerInnen geben wird.

-    Mädchenschuluniformen wurden in Pitseng genäht und von uns bezahlt.

-    Das Schulbuch-Projekt kommt insbesondere unseren Patenkindern zugute, die diese kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen.

-    3 der 5 riesigen Küchentöpfe wurden in die Schulküche eingebaut und werden täglich für die Zubereitung der Mahlzeiten für 700 SchülerInnen benutzt. Ein weiterer Topf dient der Erwärmung von Wasser und der letzte wird als Ersatz gut aufbewahrt.

-    Ein 5000-Liter-Wassertank wurde leider bei der ersten Füllung zerstört, als er nach unzweckmäßiger Installation abstürzte. Wir warten jetzt auf die Installtion eines Ersatzes.

-    Das Gehalt der „Life-Skills“-Lehrerin, Ms. Mapontso Nchee, wurde bis einschließlich Ende Oktober 2014 bezahlt. Ende 2014 bekam sie ein Kind und es ist uns derzeit nicht bekannt, ob sie momentan an der PHS arbeitet.

-    Der 8. Hilfsgütertransport mit Tonnen von Hilfsgütern wurde im März 2015 durchgeführt. Eine Patin, Eva-Maria John, sowie Maria Aumüller (Tochter von Paten) mit ihrem Freund Felix Gläser begleiteten uns. Neben Tonnen von Schulkleidung, Schulmaterialien, Toilettenartikeln, Medikamenten und Decken wurden auch 100 Schulranzen und eine Videokamera mitbegracht, die im Rahmen einer Schulpartnerschaft mit einem deutschen Gymnasium zum Austausch zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Kontinenten und Lebenssituationen dienen soll.

-    Das Patenschafts-Programm ist weiter gewachsen, es wurden bereits für 77 Kinder PatInnen gefunden. Darüber hinaus werden weitere 3 SchülerInnen auf der Warteliste finanziell unterstützt. Yes we care! e.V. sucht jetzt nach einer neuen Managerin vor Ort, da die Betreuerin der Patenkinder, Ms. Mojabeng Tau, Ende diesen Jahres aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden wird.

-    Das Solar-Projekt konnte leider nicht in der geplanten Weise durchgeführt werden, da sich der Energiebedarf an der Pitseng High School entschieden erhöht hatte, nachdem mit Hilfe einer große Spende durch einen kanadischen Spender ein neues riesiges Internatsgebäude für Mädchen auf dem Schulgelände gebaut worden ist. Solar-Module, die von einer deutschen Solar-Firma an Yes we care! e.V. gespendet und kostenlos bei freundlichen Menschen gelagert worden waren, konnten glücklicherweise ohne extra Kosten durch Mitwirkung der Spender-Firma an ein anderes gemeinnütziges Projekt weitergegeben werden.

-    Der zweite Yes we care! e.V. Kalender für das Jahr 2015, der für Yes we care! e.V. kostenlos gedruckt worden war, war ein Erfolg und konnte Geld für unsere Projekte erwirtschaften.

 

Deshalb gibt es natürlich einen Nachfolger: Der Lesotho-Kalender 2016 von Yes we care! e.V. ist noch schöner als der vorige und eignet sich gut als Geschenk! Wir freuen uns über viele Bestellungen!

 

 

Für das aktuelle Vereinsjahr wurde die Richtung festgelegt: Wir werden intensiv versuchen, weitere PatInnen für Kinder in Lesotho zu finden, die sonst nicht die Schule besuchen können! Der jährliche Hilfsgütertransport ist wie jedes Jahr im März 2016 geplant.

Das größte Projekt für dieses Vereinsjahr wird jedoch die Verwirklichung des Baus eines Internatsgebäudes für Jungen an der Pitseng High School. Für die Jungen gibt es viel zu wenig Unterbringungsmöglichkeiten, die zudem menschenunwürdig sind. Der Beginn des Baus im letzten Vereinsjahr hatte sich verzögert, doch jetzt hat die Pitseng High School Yes we care! e.V. ein gutes Baugelände zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns sehr über weitere finanzielle und logistische Hilfe dabei!

 

Ganz herzlichen Dank an alle, die uns im vergangenen Jahr geholfen haben und uns in diesem Vereinsjahr helfen werden, die Situation der Kinder in Lesotho weiter zu verbessern!

 

Kea leboha! Vielen Dank!


 

Vom 11.03. bis 15.03.2015 hat Yes we care! e.V. zum achten Mal einen Hilfstransport nach Pitseng in Lesotho mit Tonnen von Schulkleidung, Schulmaterialien, Toilettenartikeln, Decken, Medikamenten und vielen Extras wie Kuscheltieren, Spielsachen, Schulranzen, Obst und Süßigkeiten erfolgreich durchgeführt. Hunderte von Gymnasial- und GrundschülerInnen haben auch dieses Mal wieder von den Hilfsgütern profitiert.

Das Team von Yes we care! e.V. bestand aus dem 1. Vorsitzenden, Peter Lang, der Schatzmeisterin, Irina André-Lang sowie Gästen aus Deutschland: Eva-Maria John, die Patin mehrerer Schülerinnen an der Pitseng High School ist, und Maria Aumüller, Tochter von Paten, und ihrem Freund Felix Gläser.

 

Das Vorbereitungsteam vor und nach dem Packen aller 100 Kleidungskisten.

 

Nach einer insgesamt problemlosen (Ein-)Reise nach Lesotho war die Freude der vielen bedürftigen Kinder bei unserer Ankunft am 12.03.2015 wie immer riesengroß und ein wunderbares Erlebnis.

Da jedes Jahr die mitgebrachten Äpfel und Süßigkeiten einem starken Schwund unterlagen, bevor sie verteilt werden konnten, haben wir dieses Jahr für jedes Kind ein Süßigkeiten-Päckchen gepackt und diese über 800 Päckchen erst dirket vor der Verteilung aus den Autos hervorgeholt. Eine Schule in Deutschland hatte das Geld für diese Extra-Freude gespendet.

 

Dank der Vorarbeit, bei der für jedes bedürftige Kind ein einzelnes Packet gepackt wurde, das genau die richtigen Kleidungsstücke in den richtigen Größen enthält, gestaltete sich auch die Verteilung der vielen Güter einfach und schnell.

 

2014 waren einige Grundschulkinder traurig, da die handgestrickten Pullover nicht für alle gereicht hatten. Dank vieler fleissiger Strickerinnen konnten wir dieses Jahr aus einem Berg von mit mit Liebe hergestellten Stricksachen alle Kinder glücklich machen. Auch die Spielsachen fanden großen Anklang.

 

Alle SchülerInnen in unserem Patenschaftsprogramm erhielten dieses Jahr zusätzlich einen Schulranzen, der große Freude auslöste. Jetzt müssen sie ihre Schulsachen nicht mehr unter den Arm klemmen und können wie die anderen SchülerInnen alles sicher im Ranzen verstauen. Auch die schwarzen warmen Mützen wurden sofort von allen getragen.

 

Am Nachmittag des 12.03.2015 fand das Treffen mit der Schulleiterin Sister Alice statt, der es weiterhin immer besser geht – nachdem sie im Dezember 2013 fast bei einem Autounfall ums Leben gekommen wäre und schwer verletzt wurde. Auch die Lehrerinnen des Anti-Aids-Clubs der Pitseng High School, Mrs. Makabelo Tenane, Mrs. Mpho Makhalanyane und Ms. Mojabeng Tau, waren bei dem Treffen anwesend.

 

Eva-Maria John, Felix Gläser, Maria Aumüller, Peter Lang        Eva-Maria John behandelt Sister Alice.


Makabelo Tenane, Mpho Makhalanyane, Sister Alice, Mojabeng Tau
Wichtige Themen wurden diskutiert:

- Der geplante Bau unseres Internatsgebäudes für Jungen
- Finanzen
- Die massive Verschlechterung der akademischen Ergebnisse der Schule in 2014 und die geplanten
  Gegenmaßnahmen, um diese wieder zu verbessern. Die Schule wird den SchülerInnen im Yes we care! e.V.
  Patenschaftsprogramm Nachhilfe anbieten, damit sie ihre sowieso schon über dem Durchschnitt der Schule
  gelegenen Ergebnisse noch weiter verbessern können.
- Besuche der SchülerInnen durch PatInnen im Patenschaftsprogramm von Yes we care! e.V.
- Und viele weitere Themen.

Die Kommunkation und Zusammenarbeit zwischen Yes we care! e.V. und Pitseng Hich School gestaltet sich manchmal langsam, aber am Ende werden immer Lösungen gefunden.

Am nächsten Tag, Freitag,13.03.2015, war nach dem täglichen Morgenapell ein Treffen mit dem Bauunternehmen Tsiamo aus der Hauptstadt Maseru zur Planung des Jungen-Internatsgebäudes geplant. Leider erschien Mr. Thabo Sebele nicht wie verabredet. Sister Alice, die Schulleiterin, zeigte uns zum wiederholten Mal ein neues Grundstück, auf dem das Gebäude aus Sicht der Pisteng High School gebaut werden sollte. Bei zwei vorigen Besuchen waren jeweils sehr gut geeignete Grundstücke vorgeschlagen worden, die jetzt nicht mehr zur Verfügung gestellt wurden, da es sich bei ihnen um gutes Agrarland handele.

 

Dieses Mal wurde uns ein sehr kleines, ungesichertes, versumpftes Gebiet außerhalb des Schulzauns gezeigt mit Blick auf die Lehrer-Toiletten und direkter Nähe zum Sportplatz, dafür großer Entfernung zu den Schultoiletten. Diese Gelände erscheint uns aus mehreren Gründen nicht geeignet und Yes we care! e.V. wird erneut mit der Schule über einen geeigneteren Bauplatz verhandeln oder doch außerhalb des Schulgeländes bauen müssen.

Anschließend fand der Besuch der 80 SchülerInnen im Patenschaftsprogramm von Yes we care! e.V. und ein Treffen mit ihrer Betreuerin, Ms. Mojabeng Tau, statt. Es ist jedesmal einfach wunderbar, mit diesen jungen Menschen in einem Raum zu sein! Sie kommen alle aus sehr schwierigen sozialen Verhältnissen, die meisten haben nur noch einen Elternteil oder keine Eltern mehr. Ohne die Hilfe ihrer PatInnen wären sie nicht in der Schule und viele würden hungern. Stattdessen sitzen sie vor uns, wohlgenährt, gut gekleidet, teilweise mit ihren neuen Brillen versorgt, dankbar, dass sie die Schule besuchen können! Sie erhalten Briefe und Geschenke ihrer PatInnen und Bilder, die wir von jedem vorigen Treffen von ihnen abziehen lassen, damit sie auch einmal ein Foto von sich selber in der Hand halten können. Die neu dazugekommen Patenkinder bekommen ein T-Shirt mit dem Logo von Yes we care! e.V., das sie mit Stolz tragen. Dann machen Maria und Felix mit großen Hallo Fotos von jedem einzelnen Patenkind und es werden Gruppenfotos geschossen.

 

Alle 80 Kinder im Yes we care! e.V. Patenschaftsprogramm

 

Eva-Maria John kann Zeit mit ihren Patenkindern verbringen. Eines ihrer Patenkinder hat im Dezember 2014 einen Sohn auf die Welt gebracht: Tsitso. Deshalb setzt sie jetzt für ein Schuljahr aus, wird dann aber dank der Hilfe ihrer Mutter, die ihren Sohn versorgen wird, mit der Schule weitermachen können.

 

Eva-Maria John mit zwei ihrer Patenkinder            und mit Tsitso und seiner Mutter!

 

 

Maria lernt das Patenkind ihrer Eltern persönlich kennen, was für beide ein Erlebnis ist.

 

Maria Aumüller mit Patenkind

 

Wir sind froh, dass sich Ms. Mojabeng Tau trotz der wachsenden Zahl von SchülerInnen in unserem Patenschaftsprogramm nicht überfordert fühlt und immer noch der großen Aufgabe gewachsen ist. Eine Herausforderung, die sich bei der Auswertung der 80 Berichte unserer Patenkinder herausstellt, ist, dass fast alle über Augenprobleme klagen. Es scheint, das die Aussicht, einen Tag Schule zu verpassen und stattdessen einen „Ausflug“ zum Optiker in der Hauptstadt Maseru machen zu dürfen, bei vielen zu akuten „Augenproblemen“ führt. Wir werden eine Lösung finden müssen, die dieser Situation gerecht wird und die wir finanzieren können.

Viel zu schnell ist die Zeit mit den Patenkindern leider wieder vorbei!

Danach machen wir einen Rundgang über das Schulgelände.

„Unseren“ 4 Kühen und 4 Kälbern geht es ausgezeichnet (eine Kuh ist wieder trächtig)! Auch der 2-jährige Bulle Mango macht sich prächtig. Die Schweine vermehren sich wie Kaninchen, momentan steht ihre Zahl bei 58! Die Hühner waren alle vor Weihnachten 2014 in den Topf gewandert, die neu bestellten 500 Hühner werden demnächst eintreffen.

 

Nach einem schweren Krankheitsausbruch mit Durchfall und Erbrechen im August 2014, der für eine Woche zur Schließung der Schule geführt hatte, wurde die Küche nach Auflagen des Gesundheitsministeriums weiter renoviert. Es gibt jetzt saubere Teller für alle Kinder, die von den Küchenangestellten gewaschen werden. Die Ernährung wird auch verbessert: zum ersten Mal enthielt die Kohlsuppe auch viele Tomaten!

 

Eine große Freude ist der Besuch des neuen Mädcheninternatsgebäudes, das seit Januar 2015 von den Nonnen des Ordens in Betrieb genommen wurde: Es gibt endlich einen Aufenthaltsraum für die über 300 Mädchen, die an der Schule wohnen. Sie können an richtigen Tischen auf Bänken sitzen, essen, lernen und abends oder am Wochenende auch einmal Fernsehen! Die immer noch sehr großen und vollgestellten Schlafzimmer sind mit guten doppelstöckigen Bettgestellen ausgestattet, die zum Hinaufklettern eine Leiter haben.

 

In jedem Bett liegt eine feste Matraze und für jedes Mädchen wird ein abschließbarer Spind zur Verfügung gestellt. Zusätzlich gibt es einen Raum mit Regalen, in dem die Koffer der Mädchen mit ihren Toilettenartikeln aufbewahrt werden. Ein Extra-Raum soll in Zukunft als Krankenzimmer benutzt werden.

 

Frühstück und Abendessen nehmen die Mädchen im Internat ein. Es gibt Teller, Tassen, Suppenschüsseln, Löffel und eine gesunde Auswahl an Nahrungsmitteln, wie z.B. Dosensardinen. All dies war bis Ende letzten Jahres nicht denkbar!

 

Ein riesiger Fortschritt, der den Mädchen ein menschenwürdigeres Leben und bessere Bedingungen zum Lernen ermöglicht. Leider sind  die Toiletten, Duschen und fast alle Wasserhähne im neuen großen Waschraum nicht nutzbar, da der Wasserdruck im ersten Stock nicht ausreichend ist….

Die Lebensbedingugen für die Jungen an der Schule sind im Vergleich dazu beschämend! Sie müssen weiterhin in kleinen verfallenen Räumen mit zerbrochenen Fenstern leben, die ausser wackeligen Bettgestellen nichts an Mobiliar zu bieten haben. Es wird höchste Zeit, dass wir hier eingreifen und ihnen menschenwürdige Bedingungen schaffen!

 

Die Jungenunterbringungen sind schockierend im Vergleich zum neuen Mädcheninternat!

 

Der von einer deutschen Schule gestiftete Wassertank, der unfachmässig installiert worden und bei der ersten Füllung kollabiert war, liegt immer noch unverändert zerbrochen am Boden.    Die Schule will ihn demnächst durch einen Neuen ersetzen lassen, wenn die anderen zeit- und arbeitsaufwendigen Projekte abgeschlossen sein werden.

Ähnliches gilt für das Toiletten/Biogas-Projekt, das hoffentlich noch vor Wintereinbruch endlich mit dem inzwischen entstandenen Gas Waschwasser für die Mädchen erwärmen wird. Der Anschluß der Rohre an einen „Herd“ hatte wegen der Bauarbeiten um das neue Internat verschoben werden müssen.

 

Das Häuschen für den „Herd“, in dem das Gas in Zulunft das Waschwasser erwärmen soll.

 

Am letzten Tag unseres dreitägigen Besuchs hatten wir Gelegenheit, mit unseren Gästen ins Landesinnere zum Katse Stausee zu fahren.

 

Felix Gläser, Maria Aumüller und Eva-Maria John vorm Katse Stausee.

 

Diese Fahrt in die Maluti-Berge gab wunderbare Einblicke in den Alltag der Basotho, die größtenteils noch in einer vergangenen Zeit leben, ohne Strom und Wasseranschluß, ohne Waschmaschine, ohne die für uns selbstverständlichen Errungenschaften der Zivilisation. Eva-Maria John sagte immer wieder: „Dies ist eine Reise in die Vergangenheit!“ Schön waren Momente wie der Mosotho-Reiter in seiner typischen Decke auf dem Sotho-Pony, der sich ein Handy ans Ohr hielt!

 

Am Katse See besuchten wir auch den botanischen Garten, wo wir die Nationalpflanze Lesothos, die wunderschöne Spiral-Aloe, sehen konnten.

 

Nach drei erlebnissreichen Tagen traten wir schweren Herzens unsere Heimreise an.

 

Yes we care! e.V. bedankt sich von Herzen bei allen Menschen, die diesen achten Hilfstransport durch Ihr Engagement und Ihre Spenden möglich gemacht haben!!

 

Ohne diese Unterstützung könnten wir das Leben der vielen Kinder, die davon profitiert haben, nicht erleichtern! Wir freuen uns über jede weitere Hilfe, damit wir die jedes Jahr größere Aufgabe weiter bewältigen können!